Yogamatte Manduka PROlite im Test

Seitdem ich Mama bin, gehört mir gefühlt nichts mehr allein. Jeder Happen, den ich essen möchte, wird gierig beäugt, meine Beauty Produkte erfahren wilde Erprobungen, und über unser Bett brauchen wir gar nicht sprechen. Doch es gibt einen Ort, der ist mir sowas von heilig, und deshalb gehört er wirklich nur mir: meine Yogamatte.

Die liebe Bee hat mich neulich mit der Manduka PROlite® überrascht und mit der Farbe Fuchsia voll ins Schwarze getroffen. Einerseits farblich, weil ich der totale Rosa-Typ bin (Ich gehöre zu der Sorte, die anderen zur Besänftigung gerne rosa Licht schickt.), aber auch funktional. Da ich in unterschiedlichen Studios unterrichte und meine Matte oft einpacke, sollte sie leicht zu tragen sowie zu transportieren sein. Allerdings habe ich dabei die Erfahrung gemacht, dass einigen leichten Matten die „Erdung“ fehlt.

Die Manduka PROlite® kann beides. Sie ist ein leichter Begleiter mit griffiger Beschaffenheit. Für mich muss eine Matte den herabschauenden Hund bestehen. Ich finde, in dieser Haltung trennt sich die Spreu vom Weizen. Mein rosaroter Lieblingsort hat den Test direkt bestanden, ohne nerviges Rutschen oder Verziehen. Apropos rutschen: die Noppen an der Unterseite sorgen für einen perfekten Halt am Boden.

Was mir auch gefällt, ist, dass die Matte angenehm mit der Temperatur geht und nicht kalt bleibt. Außerdem absorbiert sie Wassertropfen oder Schweiß auf organische Weise. Trotzdem empfinde ich sie im Hinblick auf Verunreinigungen als robust.

Auch in Sachen Umwelt überzeugt die Matte, die fair in Deutschland hergestellt wurde, in allen Belangen. Sie ist einfach zu reinigen und verspricht bei richtiger Pflege eine lange Lebensdauer. Das hoffe ich, denn ich bin in ihre schöne Leichtigkeit schwer verliebt.

Ich kann dir diese Matte also wärmstens empfehlen. Der Preis ist fair und mit Sicherheit sinnvoll und nachhaltig investiert.

Viel Freude auf deiner Lieblingsfarbe,
Luisa

Die Tradition des Räucherns in den Rauhnächten – ein Selbstversuch

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit der physischen und psychischen Wirkung ätherischer Öle und habe, wie auch immer das passieren konnte 😉 , inzwischen um die 50 Öle gesammelt. Mich faszinieren die hohe Wirkkraft, besonders bei Erkrankungen, und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, die „Chemie aus der Apotheke“ zu umschiffen und Heilung auf natürliche Weise zu unterstützen. Mehr dazu ein anderes Mal.

Für die letzten Tage in alten Jahr habe ich mir auf den Plan geschrieben, mich mit der reinigenden Wirkung des Räucherns zu beschäftigen. Die meisten von uns kennen Räucherstäbchen oder auch die Weihrauchzeremonie der christlichen Kirche.

Das rituelle Räuchern in den Rauhnächten ist eine jahrhundertealte Tradition, welche dazu dienen sollte, Dämonen und böse Geister zu vertreiben. In der Zeit zwischen Weihnachten und den ersten Januartagen soll die Grenze zwischen unserer und der Ahnen- und Geisterwelt besonders durchlässig sein, sodass der Übertritt besonders leicht sei. Dieser Glauben lässt sich heutzutage noch an diversen christlichen und heidnischen Winterbräuchen wie Umzügen und Austreibungen belegen.

Die Rauhnächte sind eine mystische Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig. Der Zeitraum ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Sonnenjahr (365 Tage) und Mondjahr (354 Tage). Zu den Rauhnächten gibt es viele Bräuche und Riten, da die Rauhnächte eine Schwellenzeit sind, vergleichbar mit dem Wechsel von Tag zu Nacht. Mond- und Sonnenkräfte sind jetzt sehr schwach. Diese Zeit des Wandels zwischen Ende und Neubeginn wurde und wird traditionell zum Räuchern genutzt.

Ich wollte in dieser besonderen Zeit die spezielle Kraft der Kräuter und Harze zur traditionellen Reinigung der Räume nutzen. Der Rauch soll dabei negative Energien und Stoffe binden. Nach einigen Lebensveränderungen in 2019 möchte ich all die neuen Chancen und Erlebnisse im neuen Jahr auch auf diese Weise willkommen heißen und habe mich für das Räuchern mit Lavendel, Weihrauch und weißem Salbei entschieden.

Lavendel ist einer meiner absoluten Lieblingsdüfte unter den ätherischen Ölen. Dabei wirkt er besonders beruhigend, ausgleichend und stärkend auf die Psyche. Als Räucherwerk wird besonders wegen seiner desinfizierenden und reinigenden Wirkung eingesetzt. Der weiße Salbei, auch Indianersalbei genannt, verfügt über eine lange Tradition als Räuchermittel. Ihm wird nachgesagt, negative Energien und Krankheiten zu vertreiben, sodass er besonders gern für die Reinigung von Räumen als auch Personen eingesetzt wurde und wird. Dafür werden die getrockneten Kräuter entzündet und die Flamme ausgeblasen. Der durch das Glimmen entstehende Rauch wird großzügig in den Räumen und Zimmerecken verteilt.

Weihrauch ist der wohl bekannteste und beliebteste Räucherstoff seit der Antike. Er war bereits Bestandteil des biblischen Räucherwerks, des altägyptischen Kyphi und der wichtigste Räucherstoff der katholischen Kirche. Zum Räuchern kann er entweder auf einem Stövchen oder wie in meinem Fall, traditionell auf Räucherkohle verbrannt werden. Auch Weihrauch hat eine stark reinigende und desinfizierende Wirkung, weshalb er sowohl in der abendländischen Pflanzenheilkunde, etwa von Hildegard von Bingen oder Sebastian Kneipp, als auch in Indien und arabischen Ländern nach wie vor eingesetzt wird. Inzwischen belegen sogar wissenschaftliche Studien die positiven Eigenschaften von Weihrauchextrakten. Als Abschluss der Reinigung wird gründlich gelüftet, um den Rauch mit allem Negativen nach draußen ziehen zu lassen.

Neben der nachgesagten reinigenden Wirkung empfinde ich das Räuchern vor allem als Balsam für die Seele. Auch wenn ich glücklicherweise nicht mit Winterblues oder ähnlichem zu kämpfen habe, sind kleine Rituale dennoch immer eine schöne Möglichkeit, kurz aus dem Alltag zu flüchten und etwas Besonderes zu tun. Gerade, wenn man den einen oder anderen Duft anschließend in die eigene Yoga- und Meditationspraxis integriert, kann er einen Anker darstellen, welcher es uns schnell ermöglicht, eine kleine Auszeit zu nehmen und uns auf uns selbst zu besinnen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen tollen Start ins neue Jahr 2020 – auf das es viele tolle Überraschungen für uns bereithält!

P.S. Die Rauhnächte dauern noch bis zum 06. Januar an. Ihr könnt es also auch noch selbst ausprobieren!

Sportübungen für Zuhause- Weihnachtsspeck ohne Fitnesstudio loswerden

Ich freue mich euch heute einen Gastartikel von Fitzuhause.net ans Herz legen zu können. Freddie hat mich vor ein paar Wochen kontaktiert und ich finde der untenstehende Artikel genau richtig für die Feiertage, denn oftmals hat man einfach keine Zeit oder auch keine Lust ins Fitness- oder Yogastudio zu gehen…

Sportübungen für Zuhause- Weihnachtsspeck ohne Fitnesstudio loswerden

Sportübungen für Zuhause- kann ich so überhaupt gesund werden? Wenn wir den Werbungen und Flyern Glauben schenken, dann führt der Weg zum Traumkörper immer an einem Fitnessstudio vorbei. Fitnessstudios sind aus der modernen Sportwelt gar nicht mehr wegzudenken. Es ist ja auch vollkommen unmöglich, ohne sie gesund und sportlich durchs Leben zu gehen, richtig? Falsch! 

Die alten Griechen hatten keine Fitnessstudioketten und dennoch ist jedem Sportler Sparta ein Begriff. Die Männer und Frauen aus Sparta gelten selbst heute noch vielen als Vorbild, was den eigenen Körper angeht. Du wirst wohl auch bei verschiedenen Statuen aus der Vergangenheit nicht sehen, dass frühere Helden wie Herkules übergewichtig war. 

Doch wie um Himmels Willen konnten diese armen Seelen damals ihre Körper stählen, wenn sie doch nicht 40 Euro im Monat an eine Fitnesskette überwiesen haben? 

Die Antwort auf diese Frage ist so einfach wie schockierend. Sie haben sich keine Hanteln gegriffen, sondern mit Alltagsgegenständen und ihrem eigenen Körpergewicht trainiert. So schlecht kann dieses Training nicht gewesen sein, wenn die Körper der Männer aus dem Film 300 heute noch die Werbetrommeln vieler Marketingagenturen rühren. 

Sportübungen für Zuhause ohne Geräte- Mit dem Kasten zum Sixpack

Sehen wir uns einmal genau an, welche Übungen dir auf deinem Weg zur Gesundheit und einem schönen Körper helfen können. Selbst dein Bierkasten kann dabei deinem Bierbauch und dem Weihnachtsspeck den Kampf erklären und dir auf dem Weg zum Sixpack helfen. 

Sportübungen für Zuhause ohne Geräte können dabei in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und Übungen mit Alltagsgegenständen als Gewicht. Für ein effektives Training wollen wir beide Übungsformen miteinander kombinieren. 

Sportübungen für Zuhause zum Abnehmen- Wie bekomme ich die Weihnachtsente möglichst schnell wieder von den Hüften?

Damit du gesund abnehmen kannst, sollten alle Muskeln in deinem Körper effektiv angesprochen und trainiert werden. So verbrennst du Kalorien und baust Muskeln auf, die weitere Kalorien verbrennen. Stell dir deinen Körper einfach als Haus vor: Je größer das Haus ist, desto mehr Strom (Kalorien) braucht es. 

Gute Sportübungen für Zuhause zum Abnehmen sind also Übungen, die auch deine Muskeln aufbauen. So kannst du schnell Fett verlieren und dieses Workout macht dir vermutlich auch mehr Spaß, als im Schnee zu joggen. 

Einfache Sportübungen für Zuhause- Ich bin Anfänger/in, was wenn mir die Übungen zu schwer sind?

Das Schöne am Training mit dem eigenen Körpergewicht ist, dass es ganz einfach auf dein Trainingsniveau angepasst werden kann. Wenn du also beispielsweise keine Liegestütze schaffst, kannst du ganz einfach den Winkel der Übung ändern. Statt liegend auf dem Boden, kannst du die Liegestütze so mit den Händen auf dem Bett oder sogar an einem Schrank machen. Je aufrechter du stehst, desto einfacher wird die Übung. Einfache Sportübungen für Zuhause können beim Körpergewichtstraining also ganz einfach von DIR kreiert werden!

Beginnen wir mit deinem Trainingsplan und schauen uns die Trainingswoche an.

Montag- Trainingstag 1 

Beine

Kniebeugen:

Jaja, ich weiß was du denkst. Kniebeugen, toll darauf wäre ich auch selbst gekommen, warum lese ich diesen Blog überhaupt? Kniebeugen haben allerdings nicht ohne Grund ihren guten Ruf. Mache einfach ein paar, sie werden dir garantiert guttun. 

Ausführung:

→ Aufrechter Stand, dann in die Hocke gehen

→ Dabei den Rücken gerade halten (hier hilft ein breiterer Stand tiefer zu kommen) → Mit dem Po nah zum Boden

Absolviere hier 3×8 Wiederholungen

FÜR DIE ANFÄNGER: 

→ Mit der Hand an einer Wand abstützen, damit mehr Sicherheit bei der Ausführung

FÜR DIE PROFIS: 

→ Wenn Übung zu leicht, Übung im Ausfallschritt oder auf Treppenkante durchführen ( Vorsicht, dass du nicht die Treppe herunterfällst!)

Beine, Rücken und Arme 

Türziehen: 

Diese Übung klingt etwas merkwürdig und sieht vermutlich noch merkwürdiger aus. Dafür ist sie sehr effektiv und trainiert beinahe deinen ganzen Körper (vor allem den Latissimus, deinen Bizeps, deine Unterarme und deine Beine). Dafür brauchst du nur eine Tür (eine stabile!) und ein Handtuch (am besten ein Großes). 

Ausführung: 

→ Handtuch an Türklinke einhängen, dann mit beiden Händen greifen

→ Tür mit den Beinen stabilisieren

→ In die Hocke gehen und aus Armen und Rücken wieder in aufrechte Position ziehen

Alternativ kannst du anstatt der Türklinke das Handtuch auch um einen dünnen Baum wickeln. Dieser hält mehr aus, die Rinde ist aber nicht gerade sehr freundlich zu deinem Handtuch. Nehme hier also lieber nicht das Handtuch, dass du zu Weihnachten geschenkt bekommen hast.

Absolviere auch hier 3×8 Wiederholungen.

FÜR DIE ANFÄNGER:

→ Füße weiter nach hinten bringen (so mehr Gewicht auf den Beinen)

FÜR DIE PROFIS: 

→ Füße weiter nach vorne bringen (so größerer Bewegungsradius bei Ausführung)

 

AUSFÜHRUNGSTIPP: Diese Übung kannst du noch effektiver ausführen, wenn du dir einen Schlingentrainer zulegst. Gerade Anfänger können so hervorragend ihre Kraft trainieren und sind nicht überfordert. Hier absolvierst du die Übung mit vollkommen ausgestreckten Beinen und ziehst dich wieder in den aufrechten Stand zurück. Hier findest du den richtigen Schlingentrainer für dein Training!

Bauch und unterer Rücken

Die Plank: Um deinen unteren Rücken und deinen Bauch zu trainieren, bietet sich vor allem die Plank an. Diese Stabilisationsübung bietet sich an, um mehr Kraft und Form in deine Körpermitte zu bekommen und dein Fass zu einem Sixpack werden zu lassen. 

Ausführung: 

→ Ausgangslage: Liegestützposition

→ Diese für 3×30 Sekunden halten

FÜR DIE ANFÄNGER:

→ Die Knie auf dem Boden ablegen und die Position so halten

FÜR DIE PROFIS:

→ Die Plank seitlich ausführen oder zusätzliches Gewicht auf dem Rücken abstellen.

→ Hier eignet sich der angesprochene Bierkasten, auf dem Rücken. Je voller dieser ist, desto anstrengender ist die Übung. Prost auf deinen Ehrgeiz! 

ABSCHLUSS: 

Der Sitz: 

Der Sitz ist eine hervorragende Sportübung für Zuhause ohne Geräte, mit der du die letzte Kraft aus deinen Beinen herauszukitzeln kannst. Nach einem erfolgreichen Training gibst du so deinen Oberschenkeln den Rest.

Ausführung:

→ Mit Rücken an Wand stellen

→ Mit Rücken an Wand absinken lassen, bis Beine rechten Winkel bilden

→ Position halten 

Das mag einfach klingen, aber glaube mir, diese Übung hat es in sich. Absolviere eine Runde, bis du dich kaum mehr auf den Beinen halten kannst.

FÜR DIE ANFÄNGER: 

→ Die Beine nicht bis zum rechten Winkel absenken, sondern gerader stehen 

FÜR DIE PROFIS (und die Russen, die die Hocke gewohnt sind): 

→ Zusätzliches Gewicht auf den Oberschenkeln positionieren

→ Hier eignen sich dicke Bücher, Ordner oder dein Flatscreen (so ziehst du die Übung wenigstens voll durch :P)

Beende deinen heutigen Trainingstag mit einem 5-minütigen Dehnprogramm. Du findest auf Youtube verschiedene gute Tutorials. Dehnübungen helfen dir dabei, nach dem Workout die Muskeln abzukühlen und deine motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Viele Sportler leiden unter verkürzten Bändern, die ihren Bewegungsradius stark einschränken.

Eine ausgeprägte Dehnroutine hilft dir dabei, viel gesünder und fitter durch den Alltag zu gehen. 

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – Ruhetag

Viel Spaß bei deiner Entspannung 😉

Freitag- Trainingstag 2 

Brust

Liegestütze: 

Ja, jetzt komme ich wieder mit einer Standardübung. Auch Liegestütze haben sich jedoch einfach bewährt und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil für ein erfolgreiches Training. Vor allem durch die vielen Variationen sind sie für alle Niveaus geeignet. 

Ausführung: 

→ Liegestützstellung (nur Hände und Beine berühren den Boden, Rücken gerade) 

→ Brust zum Boden und dann wieder hochdrücken (Rücken bleibt gerade)

Mache hier 3×10 Wiederholungen

FÜR DIE ANFÄNGER: 

→ Die Hände auf erhöhter Fläche ablegen (Bettkante, Kasten etc.)

FÜR DIE PROFIS: 

→ Beine auf erhöhter Fläche ablegen (so werden Schultern und die obere Brust mehr eingebunden)

 

Schultern

Pike-Liegestütze:

Ja, es gibt jetzt noch weitere Liegestütze für dich. Das waren auch garantiert die letzten für dieses Training. Die Pike-Liegestützen sind vor allem für die Schultern ausgelegt. 

Ausführung: 

→ Liegestützposition als Ausgangslage

→ Beine und Arme näher zusammenbringen, während Rücken gerade und Beine gestreckt bleiben

→ Absenken des Kopfs Richtung Boden und aus den Armen wieder nach oben drücken Mache hier 3×6 Wiederholungen.

FÜR DIE ANFÄNGER: 

→ Hände auf erhöhter Fläche ablegen

FÜR DIE PROFIS: 

→ Beine auf erhöhter Fläche abstellen

Arme 

Dips am Bett/an der Kiste:

Deine letzte Übung ist speziell für dein Oberarmvolumen und einen schönen Arm hervorragend geeignet. Hauptsächlich wird hier der Trizeps trainiert, der knapp ⅔ deines Oberarms ausmacht. Wenn du also mit deinen Armen beeindrucken willst, solltest du diesen Muskel auf keinen Fall vernachlässigen. 

Ausführung:

→ Hände auf Bett oder Kiste ablegen

→ Beine nach vorne ausstrecken und Hüfte vom Boden abheben

→ Beine gestreckt lassen und Po Richtung Boden bringen, bis Arme rechten Winkel bilden

→ Aus den Armen wieder nach oben drücken (Arme dabei nach hinten und nicht zur Seite strecken, ansonsten kannst du deine Gelenke verletzen.)

Absolviere auch hier 3×10 Wiederholungen. 

FÜR DIE ANFÄNGER: 

→ Hände auf erhöhter Fläche ablegen (so mehr Gewicht auf den Beinen)

FÜR DIE PROFIS: 

→ Beine auf erhöhter Fläche ablegen (so weniger Gewicht auf den Beinen)

Beende auch deinen heutigen Trainingstag mit einem 5-minütigen Dehnprogramm. 

Samstag- Ruhetag

Sonntag- Dehnen

Heute gibt es für dich nur ein kleines Workout, das wieder aus einer 5-minütigen Dehnübung besteht. Nach einer langen Woche solltest du deinen Sonntag deiner Erholung widmen. Das Dehnen hilft dir dabei, deinen Körper zu regenerieren und neue Energie in ihn zu leiten.

Mit diesen Übungen steht deinen Neujahrsvorsätzen nichts mehr im Weg und du wirst deinen Weihnachtsspeck garantiert los.

Einfache Dehnübungen für jeden Tag

Als Personal Trainerin und Gesundheitsberaterin werde ich oft nach den ultimativen Tipps und Tricks gefragt, denn die meisten von uns haben v.a. eines nicht und das ist viel Zeit.

Die gute Nachricht ist, dass sich bereits kleine Gewohnheiten im Alltag wirklich lohnen, wenn sie man nur regelmäßig macht. Ein tolles Beispiel dafür ist die Dehnung im Ausfallschritt. Gerade wenn man beruflich lange und viel sitzt, unter Rückenschmerzen und Verspannungen, Reizdarmsyndrom oder Regelschmerzen leidet, kann das Dehnen im Ausfallschritt eine sehr feine Sache sein.

Es dauert zudem nicht lange und man muss nicht mal die Yogamatte ausrollen, sondern kann auch einen weichen Teppich oder einfach ein Kissen als Puffer für das abgelegte Knie nehmen.

Ich zeige euch deshalb heute meine liebsten Variationen der Ausfallschrittdehnung, die sich für meine Klientinnen und Klienten wie für mich selbst bewährt haben.

Jede Dehnung wird 20-30 Sekunden lang gehalten und kann ein bis drei Mal absolviert werden. Bei ganz wenig Zeit pickt euch einfach ein, zwei der Übungen heraus. Ich empfehle drei Mal pro Woche zu dehnen, manche haben auch einen Montag-bis-Freitag-Rhythmus oder dehnen täglich. Was auch immer möglich ist, sich gut anfühlt und in den Alltag passt J .

Beachtet bitte dabei, dass ihr morgens noch etwas steifer seid und abends aufgewärmt durch den Tag beweglicher. Wer also morgens dehnt, sollte nicht die Flexibilität vom Abend erwarten.

Geht immer langsam in eine Dehnung. Falls der Atem zu stocken beginnt, ist das unser Zeichen, ein bisschen Spannung herauszunehmen. Ebenfalls wichtig ist es, genauso behutsam und sachte aus der Dehnung herauszukommen und dabei keine ruckartigen Bewegungen zu machen.

Wer mag, kann für noch mehr Hineinspüren auch die Augen schließen und/oder während des Dehnens ein Mantra oder einen langsamen Song hören.

– Das sind die Dehnübungen –

Ausfallschrittdehnung mit aufrechtem Oberkörper

 

Ausfallschrittdehnung mit Händen am Boden

 

Ausfallschrittdehnung mit nach Außen gekippter Fußsohle (Eidechse)

 

Ausfallschrittdehnung mit Twist

 

Ausfallschrittdehnung mit nach oben gestreckten Armen

 

Ausfallschrittdehnung mit leichter Rückbeuge

Wunderbar weiche Leggings und Top von Casall

Vielleicht habt ihr ja Lust auf ein kleines Experiment in Form von regelmäßigem Dehnen im Ausfallschritt für drei Wochen, um zu erspüren, ob es für euch persönlich einen Unterschied macht.

Ich wünsche euch ein gutes Stretching!

Alles Liebe,
Vera

How to wear the Cashmere Travel Wrap: The OG Wrap

Das luxuriöse Cashmere Travelwrap ist das Signature-Piece unserer MadybyBee-Collection und das aus gutem Grund. Unsere Kundinnen lieben es nicht nur für die Softness und angenehme Wärme, sondern vor allem für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Tragevarianten.

Bee wurde schon oft gefragt wie sie es trägt und daher haben wir uns entschieden hier eine Serie von ‚How to’s‘ zu posten, die zeigen wie man das Travelwrap binden kann und sich so immer wieder neu verliebt.

THE OG WRAP

Leg‘ das Wrap um deinen Hals und wickel‘ es einmal herum, so dass eine Seite auf Höhe der Taille endet.

Nun nimmst du das innere Ende der längeren Seite und ziehst es vorsichtig durch den Loop, so dass es spitz vorne heraus hängt.

Als nächstes ziehst du die Spitze in Form und richtest ggf. die andere Seite bis es sich für dich cool und gleichsam wärmend anfühlt.

Wrap happBEE and stay tuned for more ideas…

Deine Bee

 

Relax – nothing is under control

Unser kürzlich beendeter Island Urlaub hat mir einmal mehr vor Augen geführt, welch lange Halbwertszeit Pläne haben. In meinem Job bin ich darauf angewiesen, immer genau zu planen und Wochen im Voraus zu wissen wo ich an welchem Tag bin. Ich muss Termine und Kunden koordinieren, von A nach B nach C kommen und das meist viel zu knapp bemessene Wochenende möglichst effizient ausnutzen. Ähnlich haben wir uns auf Island vorbereitet:  Reiseführer gelesen, Blogs über Blogs studiert und zahlreiche Punkte und Markierungen auf unsere Landkarte gemacht. Für unsere 14 Tage hatten wir eine sehr gut durchstrukturierte Route mit vielen Highlights und Attraktionen, die wir unbedingt sehen müssen.

Am ersten Tag funktionierte das noch hervorragend, doch bereits an Tag 3 waren wir aus dem Plan. Es war einfach zu schön und eindrucksvoll, jedes Fleckchen lohnte sich bewundert, genossen und fotografiert zu werden. Wir kamen deutlich zu langsam voran. Oder die Fähre fuhr nicht. Oder der Campingplatz, auf dem wir geplant hatten zu übernachten, war schrecklich und wir mussten noch ein ganzes Stück Umweg in Kauf nehmen. Nachdem wir noch zwei Mal unseren Plan angepasst und bis zum Urlaubsende durchgerechnet hatten, haben wir es irgendwann mit dem Motto der Isländer gehalten: „Þetta er allt að koma- Es wird schon gutgehen“.

Das Ergebnis: wir durften unglaubliche Orte entdecken, an die wir sonst nicht gekommen wären, tolle Menschen treffen und unvergessliche Momente erleben. Vielleicht sollten wir das alle ein Stück mehr in unseren Alltag integrieren: Lassen wir uns doch öfter mal vom Leben treiben und überraschen, was hinter der nächsten Biegung Spannendes auf uns wartet.

Relaxte Grüße,

Eure Dagmar

P.S. Wer noch nicht auf Island war und Naturliebhaber ist, dem kann ich dieses Juwel nur ans Herz legen. Es ist schon fast unverschämt, wie viel Schönheit sich auf einem Fleck Erde konzentrieren kann.

Ayurvedisches Mung Dal

Soulfood für kalte Tage

Besonders in der beginnen ungemütlichen Jahreszeit ist dieser Klassiker der indischen Küche für mich ein wunderbares Soulfood und ideal, um mich innerlich aufzuwärmen und gleichzeitig etwas leichtes und gesundes zu essen. Im Garam Masala typischerweise enthaltene Gewürze wie Zimt, Kreuzkümmel und schwarzer Pfeffer wirken nach der ayurvedischen Lehre wärmend – der Begriff „Garam“ bedeutet so viel wie „heiß“. Ich verwende besonders gern Mung Dal, da dieses besser bekömmlich ist als andere Hülsenfrüchte. Den typischen Geschmack bekommt das Dal, neben der Gewürzmischung, vom Kala Namak Salz, welches einen leicht schwefliges Aroma hat. Wem das zu stark ist, kann es ganz oder teilweise durch Meersalz ersetzen.

Die angegebene Menge reicht für 4 Personen oder zwei Mahlzeiten. Das Dal lässt sich auch super einfrieren.

Zutaten:

500 g Mung Dal

1 Dose Tomatenwürfel, alternativ 6 frische Tomaten

1 Dose Kokosmilch

4 cm frischen Ingwer, fein gewürfelt

2 cm frischen Kurkuma, alternativ 1/2 EL Pulver

2 Zwiebeln, fein gewürfelt

3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt

Gemüsefond

2 EL Garam Masala Gewürzmischung, alternativ selbst hergestellt

1 EL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Senfsaat

Kala Namak Salz

1/2 Limette

1 EL Kokosöl, alternativ Ghee

Zum Servieren: Schwarzkümmelöl, Fladenbrot, Sprossen

Optional: 100 g grob gehackter Spinat

Zubereitung

  1. Erhitze das Kokosöl und dünste die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig. In der letzten Minute fügst du das Garam Masala, den Kreuzkümmel und die Senfsaat hinzu und brätst die Gewürze ebenfalls an bis sie duften.
  2. Lösche die Mischung mit etwas Wasser ab, füge Ingwer und Kurkuma hinzu und lasse alles bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten zu einer Paste einkochen.
  3. Füge nun das Dal sowie ca. 750 ml Gemüsefond hinzu. Nun ist es besonders wichtig, regelmäßig umzurühren, damit das Dal nicht am Boden ansetzt.
  4. Nachdem das Dal den Fond weitestgehend aufgenommen hat, gib die Kokosmilch sowie die Tomaten hinzu und lass alles zusammen so lang auf niedriger Stufe köcheln, bis das Dal sehr weich und cremig ist. Gieße dafür nach Bedarf regelmäßig etwas Gemüsefond an, damit das Dal nicht zu fest wird.
  5. Schmecke das Dal zum Schluss mit Kala Namak, Chili und Zitronensaft ab. Optional kannst du jetzt den Spinat unterheben und ca. 1 min im heißen Dal zusammenfallen lassen. Serviere das Dal mit einigen Tropfen Schwarzkümmelöl, frischem Fladenbrot und Sprossen.
  • Koch- und Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

Introducing: P.F. Candle Co

Dein Wellbe(e)ing ist unsere Herzensangelegenheit und wir finden dazu gehört auch ein #Hyggehome. Mit Raumdüften lässt sich unsere positiv Stimmung beeinflussen und jede Wohnung in einen Wohlfühlort verwandeln.

 

 

Wir (Bee ist raumduft-crazy) haben lange nach einer Marke gesucht, deren Mission, Duftnoten und Look zu uns passen und mit P.F. Candle Co nun glücklicherweise einen Traumpartner gefunden, wo auch unsere männlichen Lebenspartner nicht gleich schreien „ahhh… das riecht viiieeel zu süss“ ;).

 

 

P.F. Candle Co ist mittlerweile in Los Angeles ansässig und wurde 2008 von der Amerikanerin Kristen Pumphrey in Austin, Texas gegründet, nachdem sie in der Rezession ihren Job verloren hatte. Heute beschäftigt sie 43 Mitarbeiter, die in liebevoller Handarbeit Duftkerzen, Diffusor und Raumparfum fertigen.

 

 

Die Signature-Linie wird nur in Amber-Glas abgefüllt, was der Marke ihren unverwechselbaren #urbancool #vintage #hygge Look verleiht.

 

Wir lieben, dass die Gläser nach Gebrauch wunderbar wiederverwendet werden können und als Blumentöpfe, Kosmetikdöschen oder Vasen ein zweites Leben im Haushalt finden.

Oilspiration: DIE YOGA KOLLEKTION

Fall in love with taking care of yourself.
Fall in love with the path of deep healing.
Fall in love with becoming the best version of yourself
but with patience, with compassion and respect to your own journey.
– s.mcnutt

 

Wenn wir Yoga praktizieren, verändern sich unsere Zellen. Wir selbst verändern uns. Da gibt es das DU vor deiner Praxis und das DU nach deiner Praxis. Das kann neben Yoga auch die Meditationspraxis, Tanzen, Singen oder oder sein…

Auch wenn wir ätherische Öle verwenden, verändern sich unsere Zellen. Da ist das DU bevor du ein Öl verwendet, und das DU nachdem du ein Öl verwendet hast!

Mit großer Freude möchte ich euch heute D I E  Y O G A K O L L E K T I O N vorstellen! Zusammen mit der New Yorker Yogalehrerin Elena Brower hat DoTERRA diese drei Ölmischungen entwickelt, die die Yogapraxis wunderbar vertiefen können:

A N C H O R
ist für den Beginn der Praxis gedacht, mit einem Duft, der dir hilft, in deinem Körper und deinem Sitz zu landen.

Enthalten sind: *Lavendel, Cedarwood, Weihrauch, Sandelholz, Patchouli*

A L I G N 
Diese florale Duftmischung bestehend aus *Bergamot, Coriander, Marjoram, Peppermint, Geranium, Basil, Rose & Jasmin* bringt während der Praxis alles in dir in Harmonie.

A R I S E
Mein Favorit! Eine erhebende Mischung aus *Lemon & Grapefruit Peel, Siberische Tanne, Osmanthus und Melisse*, die zum Ende der Praxis dein Herz einlädt sich noch mehr zu öffnen…

Du kannst diese drei Öle ganz wunderbar für deine eigene Yogapraxis nutzen und dich von ihnen unterstützen lassen.

Mehr Informationen zu den hochwertigen Ölen von doTERRA findest du HIER: https://marenbrand.de/doterra/

Bei Fragen zu diesen Ölen melde dich gerne bei: yoga@marenbrand.de

In diesem Sinne: „Keep calm and breathe essential oils.“

Fotocredit: Bianca Lingner, Bielefeld

No retreat, no meat!

Jiva-was? Jivamukti! Das ist Sanskrit („Yoga-Sprache“) und lässt sich unterteilen in Jiva = individuelle Seele und mukti = Erlösung. Ich bin jetzt also eine Yogalehrerin, die auf Erlösung ihrer Seele während ihres noch jungen Lebens hofft. Schöner gesagt: mein Weg zur Erleuchtung durch Mitgefühl allen Lebewesen gegenüber. Die letzten vier Wochen waren eine sehr intensive Zeit. Denn: Ein 300h Teacher Training ist kein Retreat. Das sage ich nur so deutlich, weil ich in den letzten vier Wochen fast täglich gefragt wurde, wie denn mein Retreat so sei. Ja, ich war jeden Tag mindestens 2x im Meer und die Location ist natürlich ein Traum. ABER so ein Erleuchtungs-Training ist schon ein holpriger Weg, bis man am Ende den Lichtschalter findet. Die zweite Frage, die ich mindestens genau so oft gestellt bekommen habe, ist, warum ich denn noch eine Ausbildung mache – ich sei doch schon Yogalehrerin. Dazu kann ich genau zwei Dinge sagen: 1. zum Glück bin ich schon Yogalehrerin und 2. COSTA RICA.

Ich erinnere mich an meine erste Yogaausbildung (ist ja auch noch nicht wirklich lange her) und das Gefühl von Überforderung. Denn, ja, ich bin vorher zum Yoga gegangen. Manchmal 1x, manchmal 2x die Woche … aber was wusste ich, wer Patanjali ist oder was ein Agonist und ein Antagonist ist … Ich konnte keinen Kopfstand, geschweige denn, ihn für 50 Atemzüge halten und fand die Gruppe für meine Bedürfnisse (am Anfang) auch zu groß.

Trotzdem war auch das Training wahnsinnig intensiv (https://www.poweryogagermany.de/teacher-training/information/), ich fand es super und habe sehr viel gelernt – nicht nur über Patanjali (bevor Ihr es extra googelt: ein indischer Gelehrter und Verfasser des Yoga Sutra). Und genau dieses Training hat mich so gut auf das Jivamukti Training vorbereitet. Denn das alles zum ersten Mal zu erleben und dann auch noch auf Englisch … puh. Ich bin also sehr froh über meine erste Ausbildung für die zweite.

Warum nun Jivamukti? Jivamukti habe ich in Berlin kennengelernt. Ich habe ein Wochenende mit Rima und Moritz verbracht und die beiden haben es geschafft, mein Herz nochmal ganz anders für Yoga zu öffnen und so viele Samen gesät, dass ich mehr wissen, mehr singen, mehr machen wollte … als nur 50 Atemzüge im Kopfstand zu stehen.

Jetzt, vier Wochen und ein Zertifikat weiter, stellt sich raus, dass ich noch immer keine 50 Atemzüge im Kopfstand stehen kann (hey … 35 sind auch schon lang), aber ich bin ein wenig weiser. Und ich glaube die nötige Entspanntheit während des ganzen Trainings hatte ich nur, weil ich eben schon eine Ausbildung genossen habe. Äh … also entspannt trifft es vielleicht nicht ganz … jedenfalls nicht, wenn es um die ganzen Prüfungen ging. Aber wer weiß, wie schlimm das ohne eine andere Ausbildung und den ersten Lerneffekt gewesen wäre.

Dieses Training war eine wirkliche (weitere) Transformation und ich habe es genossen, mich vier Wochen so intensiv nur mit Yoga und mir selbst zu beschäftigen. Klar, wusste ich einiges durch meine erste Ausbildung schon – aber Ihr wisst ja selbst wie es mit Dingen ist, die man nicht täglich nutzt … und ob ich schon mal gelernt hatte, wie die Vayus durch meinen Körper strömen, weiß ich nicht mal mehr.

Was auch geholfen hat, war dieser magische Ort hier in Costa Rica. Das Blue Spirit in Nosara (https://bluespiritcostarica.com) liegt an einem herrlichen Pazifikstrand, die Natur ist der Wahnsinn und die Farb- und Tiervielfalt hier ein Traum. Dazu kam, dass das liebevolle Personal so gut für uns gesorgt hat, dass ich mich wirklich nur um meine Ausbildung kümmern musste. Wir wurden rund um die Uhr mit leckerem, veganem Essen versorgt, mein Zimmer war wie von Geisterhand immer sauber und bei Fragen war auch immer jemand da für eine Antwort. Es ist ein wirklich herrlicher Ort für eine spirituelle Transformation; die Leute sind nicht nur herzlich und hilfsbereit 24/7 – das ganze Zentrum ist nachhaltig und super durchdacht und passt somit super zu Jivamukti.

Meine Lehrer vor Ort (fünf und für eine paar Tage kam auch Rima vorbei) waren alle ebenfalls rund um die Uhr für uns da und so voller Wissen, dass es fast (!) nicht gestört hat, stundenlang auf dem Boden zu sitzen und mein Notizbuch vollzuschreiben. Die Tage waren straff getaktet. Ich bin morgens zwischen fünf und halb sechs zum Strand gegangen: Schwimmen und Magic 10 (zehn Yoga Übungen, die Dich fit für den Tag machen – oder aufwärmen für die intensivere Yogapraxis im Anschluss – manchmal aber auch nur die 10 Minuten, die man am Tag für Yoga hat – wenn man gerade kein Training macht) waren ein super Start in den Tag. Danach Frühstück (oder noch Hausaufgaben) und hoch ins Shala für Meditation, Chanten eines Sutras, darüber sprechen und danach weiter mit einer Asana-Praxis. Kurze Pause, zweiter Theorieteil. Mittags oft Mentoren-Treffen oder Kleingruppen. Dann Mittagessen, wenn es passt, nochmal kurz ins Meer. Nachmittags auch wieder Vorlesung oder aber z.B. Assists oder Unterrichten üben. Zum Sonnenuntergang und vor dem Abendessen hab ich es noch immer einmal ins Meer geschafft. Und nach dem Abendessen war es eine Mischung aus Hausaufgaben machen und lernen, bevor es um acht mit dem Satsang weiterging. Der fing mit Singen und einer Meditation an, danach Fragerunden, Kirtan und/oder Filme. Damit meine ich natürlich keine Blockbuster, sondern eher Aufklärungsfilme über Tierhaltung etc. Aber 1x hat uns Doug, auf speziellen Wunsch einer gewissen Schülerin sogar Popcorn besorgt!

Das klingt hart – und so gar nicht nach einem Retreat – und war es teilweise auch. Meine Schulter hat genervt, mein Rücken gezwickt, ich war ein paar Tage mit einer Erkältung beschäftigt und weil ich immer zum Sonnenaufgang im Meer sein wollte, war ich nicht selten müde. Aber so, wie es sich Sharon und David (Gründer von Jivamukti) ausgedacht und zusammen mit anderen Lehrern immer weiter entwickelt haben, macht das Training wirklich Sinn und ist super aufgebaut. Auch nach diesem Training hab ich nicht das Gefühl alles zu wissen … aber Moritz, Emma und Co. haben viele weitere Samen gesät, die sich jetzt hoffentlich weiter und weiter entfalten.

Die nächste Stufe auf Jivamukti bezogen, wäre das 500h Apprenticeship (Spoiler?). Aber jetzt reise ich erstmal weiter durch die Welt und dann sehen wir weiter.

Dieser Beitrag ist keine Werbung oder ein Vergleich mit anderen Ausbildungen. Ich werde nicht dafür bezahlt, sondern wollte Euch einfach nur meine persönliche Erfahrung schildern, falls Ihr Euch für Jivamukti oder eine andere Yogalehrer-Ausbildung interessiert. Jivamukti basiert auf 5 Säulen: Ahimsa, Bhakti, Nada, Dhyana und Shastra. Kurze Erläuterung im nächsten Absatz. Du musst immer noch nicht googeln. Diese fünf Säulen erklären eigentlich alles, was man über Jivamukti wissen muss, um zu entscheiden, ob es der Weg für einen selbst sein kann. Denn Yoga ist nicht nur die Zeit auf Deiner Matte, der Kopfstand oder die Savasana-Massage am Ende – man lernt, ein mitfühlenderes Leben in Harmonie zu führen – mit sich selbst, aber auch mit allen anderen Lebewesen und dem ganzen Planeten.

Grob erklärt steht Ahimsa für Gewaltlosigkeit und zwar allen Lebewesen gegenüber. Veganismus ist also ein riesen Thema und das wurde uns nicht gerade sanft beigebracht, muss ich sagen (ich sag nur EARTHLINGS). Auch wenn ich nach dieser Zeit keine Veganerin bin (obwohl das Essen vor Ort soooo lecker war, dass ich es wohl als Einzige geschafft habe, trotz intensiver Praxis jeden Tag, zuzunehmen), hat es mich auf einige Punkte aufmerksam gemacht, die ich nun versuche umzusetzen. Aber – und da mag es andere Meinungen geben – ohne Druck. Wie Sharon sagt „do better than your best and let God do the rest“.

Das bringt uns zur zweiten Säule: Bhakti: Hingabe zu Gott. Das zweite große Thema bei Jivamukti. Aber auch hier: was oder wer auch immer Dein Gott ist, bleibt natürlich Deine Entscheidung. Es geht um die Hingabe zum Göttlichen – ohne dass es darauf ankommt, welche Art von Gott es für Dich ist. Es geht einfach darum, dass Du diese Hingabe und auch Demut eben für etwas Höheres als Dein eigenes Ego empfindest.

Die dritte Säule ist Nada – was für Klang steht. Also Musik. Und das war es wohl auch, was mich an meinem Wochenende damals in Berlin so berührt hat: das Chanten. Musik, Klang berührt mich auf einem ganz anderen Level und hilft mir, nach innen zu hören. Ich glaube, es gab während des Trainings niemanden von uns, der nicht mindestens 1x Tränen in den Augen hatte.

Eine weitere Säule ist Shastra und hier kommt Patanjali wieder ins Spiel. Denn Shastra steht für Yoga Schriften und das Studieren eben dieser. Da gibt es neben Patanjali noch die Bhagavad Gita (ein in Versen aufgeschriebenes Zwiegespräch zwischen Krishna und seinem Schüler Arjuna), die Upanishaden (mystische Schriften des Hinduismus) oder die Hatha Yoga Pradipika (der wohl wichtigste Text über Hatha Yoga) – um einige Wörter in den Raum zu werfen. Außerdem gehört auch Sanskrit dazu, was, während der Lecture mit Manorama dazu führte, dass ich mich in die Grundschule versetzt gefühlt habe, weil ich die Sanksrit-Buchstaben wie eine neue Schrift gelernt habe.

Die letzte Säule ist Dhyana: Meditation. Das Innehalten und das Still sein, was ich hier nochmal ganz anders kennengelernt habe. Auch, weil es abends, müde vom langen Tag, oft eine Herausforderung für mich war, während der Meditation nicht einzuschlafen. 😉

 

All diese Säulen sind nicht nur die Grundlagen von Jivamukti, sondern auch Teil jeder Jivamukti Stunde. Außerdem sind Sharon und David überzeugte Veganer und auch Tierschützer und es mag hart sein, auf diese Missstände hingewiesen zu werden (ich sag nochmal: Earthlings) … aber beiden ist es ein großes Anliegen, im Unterricht und auch außerhalb des Studios darauf aufmerksam zu machen. Wie Jivamukti-Lehrer das umsetzen und integrieren (in ihren Klassen und ihr eigenes Leben) ist so unterschiedlich wie es Schüler gibt. Und das ist genau richtig so. Mich spricht besonders der spirituelle und zuweilen auch mystische Ansatz an, die ganze Philosophie und natürlich die Musik – also so viel mehr als 50 Atemzüge im Kopfstand.

Wenn Du Fragen zu dieser Ausbildung hast (https://jivamuktiyoga.com/teachertraining/300-hr-certification/), meld Dich jederzeit sehr gern bei mir – WLAN gibt es auch in Mexiko, wo ich jetzt erstmal bin.

Be kind – always.

Bessima