Yoga-und Meditationsretreat

Die Stille der Wüste in der Sahara in Marokko vom 23.02. – 03.03.2018

Die Wüste ist ein Ort der Einkehr. Ein Ort, der dein Herz weitet und dich innerlich ruhig, demütig, dankbar und glücklich werden lässt. Es heißt, dass die Wüste unsere Seele reinigt. Hörst du auch den Ruf der Wüste? In der Wüste Yoga zu praktizieren und zu unterrichten hat bei mir persönlich so viel bewirkt, dass ich mich schon sehr auf das baldige Sahara-Yoga-Retreat freue.

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Während der Zeit im Wüstencamp werden wir mit täglichen Phasen des Schweigens tief in die Stille der Wüste eintauchen. Die tägliche Yoga- und Meditationspraxis unterstützt dich dabei, die Wüste mit allen Sinnen wahrzunehmen, Klarheit zu finden und genährt in deinen Alltag zurückzukehren.

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Hast du auch Lust auf die transformierende Erfahrung der Wüste? Dann komm mit und begleite mich auf diese unvergessliche Sahara-Yogareise. Es erwartet dich eine einzigartige Reise für die Sinne und die Seele.

Kamele

Mehr Informationen findest du hier: http://www.sahara-yoga.de/die-stille-der-wuste-mit-maren-brand/

P.S. BeeAthletica Freunde und Fans erhalten einen Rabatt von 80,- Euro // CODE: BeeYoga.

Falafel aus dem Ofen

Jetzt sind schon die ersten 3 Monate in Nantes (FRA), wo ich diese Saison unter Vertrag bin, vergangen. Das neue Jahr steht auch schon schon vor der Tür. Die Zeit vergeht wie Flug, weil immer was los ist.

Ein fester Termin steht allerdings jede Woche in meinem Kalender: Vegan Night mit einer Mitspielerin aus Hawaii.

Happy vegan girls

Frankreich ist in Sachen tierfreiem Essen dem deutschen oder auch europäischen Standard noch etwas hinterher und deswegen koche ich viel zu Hause. Das Messer meines Thermomix steht selten still ;-). Auch die erwähnte Mitspielerin ist dem veganen Essen nicht abgeneigt und so haben wir beschlossen, dass es eine sehr gute Idee ist ein Abendessen wöchentlich in Gesellschaft zu verbringen – und ich habe begonnen dieses Ritual wirklich zu lieben!

Meistens denken wir uns ein Motto aus und kochen dazu was uns in den Sinn kommt. Diesen Donnerstag sollte es also etwas Israelisches geben, inspiriert von einem Freund, der dort im Urlaub war und vom Essen geschwärmt hat. Neben einem Süßkartoffel-Hummus und einem Couscous-Salat mit viel Petersilie, Pinienkernen, Tomaten, Paprika, Gurke, Limettensaft und Rosinen, gab es auch Falafel aus dem Ofen. Obwohl es anfänglich so schien als würden sie misslingen, haben sie letztendlich auf ganzer Linie überzeugt. Sie kommen ohne Frittieren aus und sind somit auch absolut sportlergerecht. Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr übersichtliche Zutatenliste.

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Deswegen kommt hier das Rezept.

Zutaten:

2 Dosen Kichererbsen

1 weiße Zwiebel

5 Zehen Knoblauch

Frische oder gefrorene Petersilie

1 EL Tapiokastärke

3 TL geriebener Koriander

2 TL geriebener Kreuzkümmel

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Ofen auf 225°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

2. Alle Zutaten in Standmixer, Thermomix oder mit dem Pürierstab zerkleinern bis eine relativ einheitliche, formbare Masse entstanden ist, wenn die Textur der Kichererbsen noch etwas zu erkennen ist, ist das vollkommen okay.

3. Aus der Masse kleine Bällchen formen. Aus Erfahrung, kann ich sagen, dass es vorteilhaft ist, lieber ein paar kleinere Bällchen zu machen um die Festigkeit des Endprodukts zu erhöhen.

4. Die Kugeln auf dem Backblech auslegen und für 25 Minuten backen, bis sie von oben etwas braun werden und leicht einreißen.

5. Die halbfertigen Falafel umdrehen und nochmal für 25 bis 30 min backen bis die Kugeln auch von dieser Seite eine leckere Bräunung erhalten haben.

6. Aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und mit Hummus, selbstgemachter Tomatensoße oder Guacamole genießen.

Guten Appetit und lass es dir schmecken!

Bis zum nächsten Mal 🙂

Deine Berit

Hokus Pokus Asana – Mein Weg zum Kinderyoga

Wir freuen uns sehr, Dir heute Sarah vorstellen zu dürfen, die ab Anfang 2018 fest in unserem Botschafter- Team sein wird. Ihre Lieblingsthemen sind Kinder-und Teenageryoga. Namasté. 

Meinen ersten Yogakurs besuchte ich mit etwa 12 Jahren in einer Yogapraxis in Berlin.

Seit diesem Zeitpunkt begleitet mich Yoga mein ganzes Leben. Auch als jugendliches Mädchen besuchte ich einen Teenager Yogakurs in der gleichen Praxis. Yoga war so ziemlich das Einzige, was mich stetig begeisterte. Ich probierte allerlei Sportarten als Kind und auch als Jugendliche: Fussball, Boxen, Leichtathletik, Segeln, Tanzen und und und… Doch nichts faszinierte mich so wie Yoga. Das heißt nicht, dass ich jede Woche praktizierte. Es gab immer wieder Zeiten, in denen ich über mehrere Wochen und sogar Monate nicht praktizierte. Insbesondere während des Abiturs und schließlich zu Beginn meines Studiums trat Yoga dann in den Hintergrund. Es gab zu viel zu tun, zu viel wichtige Termine, so viel Ablenkung. Doch schließlich kehrte ich wieder zurück und absolvierte sogar meine Ausbildung als Yogalehrerin bei Yoga Vidya in einem Ashram in Bad Meinberg.Mittlerweile habe ich mein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen beendet und unterrichte unter anderem Kinderyoga und Yoga für Teenager in genau der Praxis, in der ich damals das erste Mal mit 12 Jahren auf einem Meditationskissen saß.

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Im Nachhinein glaube ich, dass Yoga einen großen Teil zu meiner jetzigen Person beitrug und immer noch beiträgt. Ich bin Schülerin und Lehrerin zugleich.

Durch Yoga habe ich bereits als Kind gelernt, wie ich liebevoll mit mir und meinem Umfeld umgehe. Achtsamkeit, Ruhe und Konzentration waren immer fester Bestandteil des Kurses. Ich glaube, dass Yoga für Kinder immer wichtiger wird. Der Leistungsdruck wird immer höher. Schulstress, Abitur in 12 Jahren, immer mehr Einfluss durch die Medien im Alltag, immer mehr Möglichkeiten, immer mehr Ablenkung. Höher, schneller, weiter.

Ich war ein sehr zielstrebiges, ambitioniertes Kind, was mir in meiner Laufbahn oft auch gesundheitlich nicht gut tat und eher zu einem Hindernis als Fördernis wurde. Ich wollte meine Ziele möglichst schnell und mit Auszeichnung erreichen.

Jetzt würde ich mich als gesund ambitioniert bezeichnen. Ich habe gelernt, mir in den richtigen Momenten Pausen zu nehmen und Prioritäten zu setzen. Die Anerkennung nicht im Außen zu suchen. Und ich habe schließlich erkannt, dass Stille mindestens genauso wichtig ist wie Bewegung.

Yoga hilft den Kindern dabei, eigene Talente zu entdecken und eigene Fähigkeiten zu entfalten. Die Kinder lernen spielerisch zum Beispiel durchs Yoga-Memory die wichtigsten Übungen kennen. Achtsamkeitsübungen und Partnerübungen sind jedoch mindestens genauso wichtig.Kinderyoga und auch Yoga für Teenager schafft in der Entwicklungsphase einen Raum, in dem sich jedes Kind mit sich selbst auseinandersetzen kann und darf. Es ist nicht wichtig, dass Begriffe oder Übungen exakt gelernt werden. Es ist vielmehr die Spürgenauigkeit die dabei entwickelt wird, die ich sogar in meinen Kursen mit Erwachsenen so wichtig finde und versuche weiterzugeben. 

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Spürgenauigkeit im Sinne von: 

Wie geht es mir heute? 

Was fühle ich? 

Tut mir die Übung gut? 

Fühle ich mich wohl dabei? 

Für die Gestaltung des Kinderkurses ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Von Stopptanz, bis Fantasiereisen kann die Unterrichtsstunde kunterbunt gestaltet werden. 

Mein Lieblingsmantra für alle Kinder und Jugendkurse: 

Frieden in meinen Gedanken 

Frieden in meinen Worten 

Frieden in meinem Herzen

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Und schließlich zum Abschluss eine super Buchempfehlung:

Fokus Fokus Asana – Yogaspiele für jeden Monat des Jahres von Petra Proßowsky 

Namasté & Mögen alle Lebewesen Glück und Harmonie erfahren 

Deine Sarah Ananda 

YOGA MIT DEM WHEEL

Der Markt mit und um Yoga wächst und gedeiht: über die schönsten Klamotten bis zu den fetzigsten Tights mit dem besten Support (mein persönlicher Favourit sind dabei die von NUX), die neuesten Matten, Ketten, Räucherstäbchen, Meditationskissen und lustige Stühle, die aussehen wie Geburtshocker, Schals und und und… Da kann sich dann schon einiges an Spielsachen ansammeln und wer mich kennt, weiss, dass ich diese auch sehr gerne selbst ausprobiere und dabei ehrlich und echt zu meiner Meinung stehe, was mein Testurteil angeht. Manche Yogaaccessoires liegen dann leider nur noch in der Ecke herum und sammeln Staubmäuse. Weil ich das schade finde, zeige ich Dir hier ein paar Varianten, die vielleicht Deine Praxis inspirieren werden.

Du kennst das Yoga Wheel vielleicht von Instagram & Co, welches seit einigen Jahren auf dem Markt ist. Damit wird das Rad zwar nicht neu erfunden, es kann bei der Yogapraxis aber helfen neue Impulse zu setzen. Falls Du also schon ein Wheel besitzt, raus aus der Ecke und ab auf die Matte damit.

Es gbt viele verschiedene Räder in verschiedenen Grössen, aus Holz, aus Plastik oder Holz mit einer Art Mattenbeschichtung. Diese Mattenbeschichtung kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen, da eine Holzoberfläche zu leicht rutscht. Dann gibt es noch welche, mit Innenleben und Griffen an den Seiten, die sich gut für Bauchübungen anbieten.

DAS RAD DER ASANAS

Hier ein paar Beispiele, wie Du das Rad in Deine Yogapraxis zuhause einbinden kannst. Fühl Dich frei auch weiter herum zu experimentieren, um Deine eigenen Varianten zu kreieren.

RÜCKBEUGEN

Durch seine runde Beschaffenheit bietet es sich in erster Linie an, damit Rückbeugen vorzubereiten. Setz Dich dafür auf Deine Matte mit dem Rad hinter Dir und beginne dann für den Anfang sanft darüber zu rollen. Um mehr in eine Dehnung der Vorderseite zu gehen, strecke Deine Arme dabei nach hinten und lasse langsam Dein Gesäss Richtung Boden sinken. Dabei solltest Du den Stretch in die Brustwirbelsäule lenken und kein unangenehmes Gefühl im unteren Rücken verspüren. Als Alternative kannst Du auch probieren dabei wie in Garudasana die Arme zu verschränken (siehe Bild).

EagleArms

BAUCHÜBUNGEN

Für eine Kräftigung des Core gibt es die Möglichkeit (siehe Bild) zB den Unterarmseitstütz über dem Rad zu üben, falls es ohne Rad noch nicht möglich ist, diese Position für 5-10 Atemzüge zu halten. Eine Alternative für mehr Power: lege im oberen Liegestütz/ auch Schiefe Ebene genannt die Füsse auf Dein Wheel und ziehe abwechselnd immer weider ein Knie zur Nase. Durch das wacklige Wheel wird dabei mehr Konzentration und Tiefenmuskulatur gefordert.

Sideplank

HANDSTAND PREP

Aus dieser Schiefen Ebene auf dem Rad lässt sich dann der Übergang zum Handstand wunderbar auch vor einer Wand üben. Dabei bleiben die Schultern nicht mehr über den Handgelenken sondern werden in eine Linie mit der Hüfte über den Händen gestapelt. Auch hier die Beine abwechseln.

Handstand

OBERSCHENKEL & HÜFTBEUGER STRETCH

Aus einem Ausfallschritt kannst Du hierfür einen Fuss auf Dein Wheel legen. Dabei ersetzt das Wheel Deine Hand bzw einen Yogagurt. Du kannst die Hände auf dem vorderen Oberschenkel abstützen oder für mehr Intensität & Rückbeuge die Arme dabei wie in Krieger 1 nach oben strecken.

Hips

Viel Spass beim Üben!

P.S. Das Yogawheel ist auch echt eine tolle Geschenkidee für Weihnachten.

Namacr‘ay

Deine Jelena

Mehr über Jelena:

Website: www.kickassyoga.net

fb: www.facebook.com/kickassyoga

IG: www.instagram.com/kickassyoga

Ein Plädoyer für Vitamin D3

Nein, ich schreibe diesen Artikel nicht, weil mein Mann, Sport- und Ernährungsmediziner, und ich eine eigene Supplemente Marke führen, die Produkte aus Reinsubstanzen herstellt, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass es uns allen besser gehen würde, hätten wir ausreichend Vitamin D3 in unseren Körpern.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die Welt ein besserer Ort wäre, weil man sich mit ausreichend Vitamin D3 einfach besser fühlt als mit einem Mangel an dem Sonnenvitamin. Gerade im Winter würde ich am liebsten eine Runde Vitamin D3 in den hiesigen U-Bahnen verteilen, um die Launen zu heben. Aber, und hier kommen wir an einen wichtigen Punkt, Nahrungsergänzung funktioniert dann am besten, wenn man weiß, wovon man genug hat und wovon man mehr braucht, daher empfehle ich vorab eine Blutuntersuchung, um den aktuellen Vitamin D Spiegel im Blut zu bestimmen und auf dieser Basis dann zu supplementieren oder eben auch nicht, je nachdem ob ausreichend Vitamin D3 vorhanden ist.

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich den letzten Jahren viele Blutergebnisse gesehen habe und niemand „zu viel“ Vitamin D hatte. Selbst meine Mutter, die sehr gut gebräunt und das ganze Jahr über viel in der Sonne ist (ja, man würde es nicht für möglich halten, dass wir aus der gleichen Familie stammen *g* so weiß wie ich dagegen bin) hat einen hohen Wert. Im Gegenteil, ihr Wert war so viel niedriger als erwartet, dass ich ehrlich sagen muss, dass ich seither, egal wieviel jemand im Freien ist und ob er oder sie Sonnencreme verwendet oder nicht, nur dringend raten kann, den Vitamin D Spiegel bei der nächsten Blutabnahme auf jeden Fall einmal mitkontrollieren zu lassen, denn da können einem wirklich die Augen aufgehen.

Andererseits aber kann man damit auch so manches erklären. Denn zu wenig Vitamin D im Körper kann verschiedenste Auswirkungen haben. Schauen wir uns also mal im Detail an, was Vitamin D eigentlich so macht.

Vitamin D Sonnenvitamin

Ein echter Allrounder für unsere Gesundheit

Vitamin D ist ein sehr gut erforschtes, fettlösliches Vitamin und von überaus hoher Wichtigkeit für unsere allgemeine Gesundheit. In Wirklichkeit ist es als solches eigentlich gar kein Vitamin, sondern ein Pro-Hormon, welches mit Hilfe von Cholesterin gebildet wird.

Vitamin D wird dabei v.a. durch die UVB-Strahlen der Sonne gebildet, die auf unsere nackte Haut treffen. Zu kleinen Teilen auch über die Ernährung mit Vitamin D haltigen Lebensmitteln, wobei diese wirklich nur einen kleinen Teil ausmacht und für gewöhnlich alleine nicht ausreichend ist.

Weiß man um die Bedeutsamkeit des Vitamin D Spiegels, ärgert man sich umso mehr, wenn seine Wichtigkeit manchmal leider noch immer hinuntergespielt wird. Dabei wird sogar Babys Vitamin D3 verabreicht, aber nach dem ersten Lebensjahr scheint es dann als nicht mehr so wichtig erachtet zu werden. Als ob wir nicht ein Leben lang gesunde Knochen haben wollten. Und vielmehr noch, denn Vitamin D ist auch für anderes als unseren Knochenstoffwechsel (Stichwort: Wachstum, aber auch Osteoporose) wichtig und steuert viele biochemische Prozesse in unserem Körper wie beispielsweise

♥ unseren Mineralstoffwechsel (Aufnahme und Transport von Calcium, Phosphor und Magnesium)

♥ unseren Energiestoffwechsel

♥ unseren Muskelstoffwechsel

♥ unsere Stimmung (es steuert die Ausschüttung von Serotonin, welches nicht nur für unsere mentale Gesundheit wichtig ist, sondern auch für eine gesunde Verdauung)

♥ es stärkt unser Immunsystem (zB unterstützt es dieses bei der Bildung wichtiger Antioxidantien; auch die Funktion von regulatorischen T-Zellen hängt von Vitamin D ab)

♥ es senkt den Blutdruck

♥ es schützt die Nervenzellen unseres Gehirns

♥ es wirkt positiv auf unser Herz-Kreislauf-System

♥ es unterstützt Heilungsprozesse (es kontrolliert das Zellwachstum)

♥ und es soll vor Krebs, Multipler Sklerose und anderen Erkrankungen schützen

Sonnenschein

Ein Mangel an Vitamin D kann verschiedene Folgen haben und wird mit diversen Autoimmunerkrankungen sowie anderen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Auch wenn die Erhebung des Vitamin D Spiegels via Blutuntersuchung leider keine Kassenleistung darstellt und selbst bezahlt werden muss, was um die 20 bis 40 Euro kosten kann, lohnt es sich angesichts der Wichtigkeit dieses Wertes auf jeden Fall, ihn zumindest einmal pro Jahr überprüfen zu lassen. Denn heutzutage haben wir ein echtes Dilemma: Gehen wir in die Sonne, ist das an und für sich ja gut für unsere Vitamin D Produktion, allerdings nur, wenn wir das ohne oder mit nur geringem Sonnenschutz tun. Denn um Vitamin D zu produzieren, braucht es eine intensive Sonneneinstrahlung auf nackter Haut. Denkt man jetzt an seinen jeweiligen Sonnenschutzfaktor, weiß man schnell, dass bei LSF 30 aufwärts nicht mehr viel an Strahlung durchgehen kann. Sprich: Dann ist es auch im Sommer schwer, Vitamin D zu produzieren.

Hier sollte dann in Absprache mit dem Hautarzt abgestimmt werden, wie hoch die Eigenschutzzeit ist und welchen Lichtschutzfaktor man verwenden sollte. Ich mit meinem LSF 50 nehme daher auch im Sommer Supplemente, auch wenn ich teilweise bei weniger starker Sonneneinstrahlung ohne Sonnenschutz unterwegs bin, ist das alleine einfach zu wenig und die Sonne als solche wiederum zu viel. Ansonsten könnte man bei intensiver Sonneneinstrahlung auch Vitamin D speichern, allerdings ist das eben nicht für jeden Hauttyp die beste Lösung und auch in Zeiten von steigenden Hautkrebsraten eine Vorgehensweise, die man individuell und je nach Familienanamnese abwägen sollte.

Interessant ist außerdem die Tatsache, dass dunklere Hauttypen mehr Sonne tanken müssen als Helle, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Bei älteren Menschen kann es wiederum sein, dass sie weniger Vitamin D herstellen können, weil die Haut mit den Jahren dünner wird. Auch hier kann es dann trotz viel Sonnenlicht zu einem Mangel kommen.

Meine Empfehlung daher: Lasst euren Status so oder so erheben, dann wisst ihr wo ihr steht. Je nach Labor kann der Wert als ng/ml oder als nmol/l angegeben werden. Ein Mangel ist je nach Grenzwertauslegung unter 30ng/ml der Fall. Ich persönlich sehe die Grenze für mich bei 50ng/ml. Derzeit liege ich bei um die 60 und ich versuche mich weiter langsam nach oben zu arbeiten, um zwischen 70 und 80 anzukommen.

Wie supplementieren?

1. Auf Basis von aktuellen Blutwerten. 2. Bei einem Mangel sowie bei höheren Dosen in Absprache mit einem Arzt, der sich mit Vitamin D Supplementierung auskennt. Wie man dann am besten vorgeht, muss immer im Einzelfall und auch in Anbetracht der Lebensweise (Sonne, Sonnenschutz, Jahreszeit usw.) besprochen werden. Generell liegt die derzeitige Vorgabe für Erwachsene bei langfristiger Einnahme bei maximal 4.000 I.E. (internationale Einheiten) pro Tag, wobei wie geschrieben bei einem Mangel individuell auch wesentlich höher dosiert werden kann.

Ich nehme nahezu jeden Tag Vitamin D3 in Kapselform ein. Bei der Dosierung variiere ich, je nachdem welche Jahreszeit wir haben und je nachdem wieviel ich zu der Zeit in der Sonne bin (und v.a. mit welchem Lichtschutzfaktor). So kann es sein, dass ich an manchen Tagen keine Kapsel, an anderen Tagen dagegen im Herbst oder Winter auch mal 5.000 I.E. (= fünf kleine Kapseln von unseren eigenen Be Active Sunny Side Up Vitamin D3 Kapseln, in Österreich aus Reinsubstanzen hergestellt: https://www.be-active.at/collections/gesundheit/products/vitamin-d3) einnehme. Man kann aber auch mit Vitamin-D3-Tropfen supplementieren, wenn man mit dem Geschmack zurecht kommt. Da Vitamin D3 fettlöslich ist, ist es auf jeden Fall wichtig, es mit Öl, mit einer Fischöl/Nachtkerzenöl/sonstigen Ölkapsel oder einfach zu einem Essen, welches Fett enthält einzunehmen. Ich nehme die Kapseln zum Essen, meist kommt auch eine Fischölkapsel dazu, welche u.a. entzündungshemmend wirkt.

Be Active Sunny Side Up Vitamin D3 Kapseln Reinsubstanzen

Wer in sehr hoher Dosis supplementiert, der sollte darüber hinaus mit seinem Arzt besprechen, ob eine zusätzliche Vitamin K2 Gabe sinnvoll sein kann, da es einige Studien gibt, die das bei sehr hohen Dosen nahelegen.

Ansonsten kann auch die Einnahme eines hochwertigen Magnesiums in manchen Fällen vorteilhaft sein, weil es die Aufnahme von Vitamin D zusätzlich unterstützen kann. Außerdem wichtig zu wissen: Vitamin D3 wird besser resorbiert als Vitamin D2.

Ich weiß, das waren jetzt eine Menge Informationen, aber es liegt mir am Herzen, dass das Thema Vitamin D Versorgung ein bekannteres wird, weil ich es für unsere Gesundheit für wesentlich halte.

Also, falls du nun neugierig geworden bist, wie hoch eigentlich dein Vitamin D Spiegel ist, dann lass ihn bei der nächsten Blutuntersuchung miterheben 😉

Bleib gesund!
Alles Liebe,
Vera

M(Om) Shanti, hier kommt der perfekte Yogamama-Leggings-Dreier!

Die richtige Leggings zu finden, kann der Suche nach Mula Bandha gleichen. Das gilt doppelt und dreifach nach der Geburt, wenn man als Mama noch nicht wieder zu 100 Prozent in seinem Körper angekommen ist, und sich eher im 24/7-Versorgungs-, als im Shoppingmodus befindet. In meinen Yogastunden für frischgebackene Mamas und Buddha Babys werde ich mindestens genauso oft wie nach der perfekten Rückbildungs-Asana, nach der perfekten Leggings für den Neu-Anfang auf der Matte gefragt. Deshalb möchte ich euch hier drei Modelle vorstellen, die New Moms perfekt durchs erste Jahr mit Baby begleiten und weit darüber hinaus …

Alle drei Leggings schenken viel Halt und sorgen dafür, dass bei Sonnengruß, Down Dog und Co. alles an Ort und Stelle bleibt und ihr euch bei eurer kleinen Me-Time rundum wohlfühlen und aufs Wesentlich (eure Yoga-Praxis) konzentrieren könnt, anstatt hier und da zu zubbeln. Außerdem sind alle Höschen nicht nur die perfekten Begleiter beim Matten-Comeback, sondern machen auch im Alltag gute Laune. Bei der unumgänglichen Mama-Müdigkeit ist dieser Faktor nicht zu unterschätzen;-)

Happy in Hey Honey https://www.beeathletica.com/brands/hey-honey.html

Als Nordlicht bin allein schon aus purer Heimatliebe Fan des Yoga-Labels made in Hamburg! Ich finde es fantastisch, dass die angesagtesten Leggings der Nation quasi in meiner Nachbarschaft erdacht wurden! Die festen und funky Höschen aus 80 Prozent Polyamid und 20 Prozent Elasthan begleiten mich mit ihrem hohen Bund, seit ich 2015 zum zweiten Mal Mama wurde und erweisen mir bei Power-, Vinyasa und Yin Yoga treue Dienste! Besonders mag ich den frischen Look – und dass sie Bauch, Beine und Po so diskret und zuverlässig in Form halten.

HeyHoney

Lässig in L’urv https://www.beeathletica.com/brands/l-urv-activewear.html

Mein erstes Mal in der Jungle Fever Moto Legging von L’urv – ein knappes Höschen. Die Leggings mit dem taillenhoher Bund ist durch ihren Material-Mix aus 73 Prozent Polyester und 27 Prozent Elasthan eng, enger am engsten oder positiv ausgedrückt: knackig-komprimierend. Nach den ersten Schrecksekunden fühlte sich aber alles richtig gut an! So gut, dass meine Leggings aus Schweden mit dem extravaganten Dschungel-Print mich auf den Spielplatz, zum Einkaufen, auf Reisen und sogar zu Business-Terminen begleitet. Noch nie zuvor wurde ich so oft auf eine Leggings angesprochen. Vielen Dank für die vielen Komplimente, du extravaganter Hingucker aus Down-Under!

Lurv

Chic in Casall https://www.beeathletica.com/brands/casall.html

Die bordeauxfarbene Leggings von Casall ist eine wahre Yogamama-Zauberhose, denn sie ist durch ihren super-hohen Bund und den weichen Material-Mix (60 Prozent Recycled Polyester, 32 Prozent Recycled Polyamid, 8 Pozent Elasthan) super für die Schwangerschaft und alle Ewigkeit geeignet! In ihr fühle ich mich IMMER perfekt angezogen und durch den besonderen Schnitt so schön warm um die Nieren! Mein Lieblings-Detail: die Raffung an den Waden. Ein Yogamama-Kracher, der Eleganz und Funktionalität verbindet!

Casall

Okay, das Outfit für dein Matten-Comeback steht. Hier bekommst noch eine schöne Meditation https://www.momazing.de/meditations-start/, dein Beckenbodenglück https://www.momazing.de/2017/02/14/hello-again-dein-beckenboden-nach-schwangerschaft-und-geburt/ und einen Selbstliebe-Boost mit auf deinen Yogamama-Weg! https://www.momazing.de/yogamama-selbstliebe/

Allen, denen jetzt noch nach einem zusätzlichen Frische-Kick ist, sei das Mama-Baby-Yogaspray „Little Om“ https://www.momazing.de/little-om/ ans Herz gelegt! Mit seinem Mix aus Zitrone und Myrte macht es müde Mamas munter und kann als Duft-Akzent eine schöne Grundlage für ein erstes Mama-Baby-Yoga-Ritual sein!

Mamasté, die Mama in mir grüß die Mama in dir,

Deine Kathrin

Mit Hingabe und Liebe zum Ziel – Bhakti Yoga

„Bhakti Yoga ist nur was für Leute, deren Glas immer voll ist. Wenn Dein Glas halb leer ist, dann ist das nichts für Dich.“

Das hörte ich in meiner ersten Yogalehrer-Ausbildung von meinem Lehrer Frank Schuler. Yoga der Hingabe (Bhakti) hat mich immer interessiert: Die Menschen, die sich hingeben für Andere oder eine Sache.

Wir Westler werden – zu Recht – hellhörig, wenn es darum geht, sich zu verschenken. Das riecht nach zwielichtigem Guru, der nur ins Bett mit Dir will und Dein Konto leeren, nach Männern, die genau dasselbe wollen, nach ausbeuterischen Arbeitsbedingungen usw. Kurz gesagt: Nach nichts Gutem.

Aber mal ehrlich: Wann waren wir je stolz auf uns? Wenn wir einen Marathon gelaufen sind. Wenn wir den Job trotz unzähliger anderer Bewerber bekommen haben. Wenn der Traumtyp auf einmal doch angerufen hat. Wenn besonders viele Leute in den Yoga- oder Fitness-Kurs gekommen sind – und es toll fanden.

Isa-Bhakti

Und warum haben wir das geschafft? Weil wir mit Hingabe dabei waren. Wir haben hingebungsvoll auch bei Schnee und Regen trainiert, haben hingebungsvoll den Worten des Traumtypen gelauscht oder uns einfach im Job den A… aufgerissen, um es mal deutlich zu sagen. Feiner formuliert: Unsere Augen haben geglänzt, wir haben gestrahlt, wie anstrengend es auch gewesen sein mag. Das ist Hingabe, das ist Bhakti. Scheinbar schenken wir was weg. Aber wir kriegen mehr zurück. Lass es Geld sein, besser noch Anerkennung und Liebe, denn danach sehnt sich wirklich jeder Mensch.

Aber was tun, wenn das Glas halb leer ist? Immer wieder? Warum wissen wir manchmal, dass jetzt nix zu verschenken ist – und machen es trotzdem? Und landen in Erschöpfung und Enttäuschung, vielleicht sogar Wut auf die Anderen, weil die immer dauernd was von uns wollen?

Ich kenne dieses Gefühl, es ist nicht schön. Eine wirklich Antwort habe ich auch nicht, außer, dass wir einfach so programmiert sind, abzuliefern. Und das abzustellen ist eine echte Herausforderung. Dass wir die Balance finden, wenn das Glas voll ist, richtig loszulegen. Und wenn dem nicht so ist, erst einmal für uns zu sorgen. Im Letzten Blogbeitrag hatte ich über unsere drei Gehirne geschrieben – und an den ältesten Teil unseres Gehirns, das limbische System, kommen wir nur schwer ran. Dort sitzen aber diese Stimmchen, die flüstern: „Der Rückruf ist jetzt wichtiger als zehn Minuten Pause.“ Aber es geht. Und Ayurveda hat mir dabei geholfen, ein paar uralte Muster auszutricksen.

Als ich vor der Ayurveda-Koryphäe Dr. Ernst Schrott in Regensburg saß, fühlte der erstmal meinen Puls. Die erste Frage zielte auf meine früheste Kindheit und traf ins Schwarze. ich schluckte und die Tränen stiegen hoch. Wie konnte er das aus zwei Minuten Handgelenk fühlen herauslesen?

Noch ein paar Minuten Gespräch und die Sachlage war erstmal klar: Der Körper erschöpft von Jahren des Raubbaus (die gab es) und Stress. Die Seele verletzt von einschneidenden Verlusten, die so genannten Doshas (unsere Konstitutionsanteile) aus dem Tritt. Dabei habe ich Glück: Als Pitta-Kapha-Typ verfüge ich über eine robuste Natur, einen starken Willen und gutes Durchsetzungsvermögen. Aber unsere größte Stärke ist ja auch immer unsere größte Schwäche – deshalb beutet sich der Pitta-Kapha-Typ gerne aus, denn er hält lange durch. „Sie tanken jetzt einerseits erstmal so richtig auf, andererseits müssen wir Ihr System entgiften“, so die Ansage des Arztes.

Seitdem begleiten mich ayurvedische Kräuter, ein halber Liter heißes Wasser, eine Umstellung der Essenszeiten und des Schlafrhythmus. Klappt mal besser, mal schlechter, aber ich erziehe mich quasi um. Damit das Glas wieder voll wird und voll bleibt. Meditation und wundervolle Bücher haben mir geholfen, manches Denkmuster auszuschalten oder zumindest stumm zu schalten. Denn sei ehrlich: Wenn Du liest, Du musst erstmal Kraft tanken, um für andere Kraft zu haben, nickst Du – um zehn Minuten später den Löffel fallen zu lassen, weil eines Deiner Kinder was braucht? Oder die wichtige Mail jetzt endlich da ist? Egal, wir dringend Du jetzt in Ruhe essen müsstest? Eben. Aber damit muss Schluss sein. Deshalb heißt es bis Ende des Jahres für mich; Radial Selfcare. Trotz voller Arbeitswochen. Gerade deshalb.

Selfcare

Könntest Du nicht auch ein bisschen mehr für Dich tun? Hier findest Du ein paar Tipps, gerade zur kalten Jahreszeit:

Morgens nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone und einem Teelöffel Honig trinken.

Danach einen Vata-Tee (hilft gegen Stress und wärmt).

In einem offenen Topf einen halben Liter Wasser zehn Minuten lang sprudelnd kochen. In eine Thermoskanne abfüllen und bis Mittag schluckweise trinken.

Für den Nachmittag einen halben Liter heißes Ingwerwasser zubereiten.

Drei Mal am Tag essen. Keine Zwischenmahlzeiten. Nichts. Nada. Niente. Morgens, mittags, abends, fertig. Größte Mahlzeit am Mittag. Abends nicht nach 19 Uhr, am besten leicht (vegetarisch oder vegan).

Vor 22 Uhr ins Bett, zwischen 22. und 22.30 Uhr schlafen. Der Schlaf vor Mitternacht ist der kostbarste.

Bei kalten Händen und Füßen: Jeden Morgen entweder 12 Runden Sonnengruß oder 30 Minuten leichtes Joggen. Außerdem regelmäßig in die Sauna.

Jeden Tag fünf, besser zehn Minuten hinsetzen und nichts tun. Noch besser: Meditieren.

Bücher, die mich in letzter Zeit inspiriert und unterstützt haben:

Gabrielle Bernstein: Das Universum steht hinter Dir.

Unbedingt lesen! Unterstützt Dich darin, Vertrauen in Dich und Deinen Weg aufzubauen – oder den Mut, Dinge zu ändern.

Dr. Ernst Schrott: Ayurveda. Das Geheimnis Ihres Typs.

Viel Spaß – und einen schönen erholsamen Start in die kalte Jahreszeit.

Deine Isa

Wie mir Meditation hilft mit Verletzungen umzugehen

Das letzte Spiel der Saison, der letzte Punkt, da ist es passiert. Meine Volleyball-Saison in Südfrankreich war schon so gut wie vorüber als ich mir zwei Bänder der rechten Hand gerissen habe. Ich wollte zum Block springen und habe von unten gegen den Ellenbogen meiner Mitspielerin geschlagen.

Anfangs sah es eigentlich gar nicht so schlimm aus. Vor allem weil eh eine kleine Volleyballpause auf dem Programm stand, habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, dass es bis zum Trainingsstart mit der Nationalmannschaft wieder verheilt. Aber als ich zwei Wochen später auf den Ball schlagen wollte, war mir klar, dass da noch etwas im Busch ist. Nach dem MRT war die Diagnose eindeutig und eine OP unausweichlich.

Nun ist es ja so, dass ich als Leistungssportlerin mit meinem gesunden Körper Geld verdiene und ein Ausfall von mindestens 10 Wochen auch immer ein gewisses Risiko mit sich bringt, nicht schnell genug wieder fit zu werden für die kommende Saison und die nächsten Turniere. Bei mir ging es zwar „nur“ um die Hand, aber trotzdem hatte ich ein komisches Gefühl. Es war erst das zweite Mal in meiner Karriere, dass ich eine längere Pause hinnehmen musste.

Vor allem die ersten Tage nach OP, wo die Narben noch frisch waren, musste ich die Füße echt still halten und bin dabei fast verrückt geworden. Ich wollte mich so gerne bewegen, auch weil ich unterbewusst die Angst verspürt habe, meine Form zu verlieren. Ich war unzufrieden mit der Situation, die Verletzung hat mich genervt und ich hätte am liebsten meine Hand ausgewechselt.

Und hier kommt meine Yoga- und Meditationspraxis ins Spiel. Schon lange ist mir klar, dass Körper und Geist eng miteinander verwoben sind. Gesundheit und Krankheit vom inneren und äußeren Körper sind spiegelbildlich. Und so wusste ich, dass ich mich auf die Suche machen musste nach dem wahren Grund, weshalb mir diese Verletzung passiert ist. Es wäre einfach die Ursachen im Außen zu suchen: der Gegner, die Mitspielerin, der Ball… Doch damit würde ich mich auch zum machtlosen Opfer degradieren. Ich glaube tatsächlich, dass jede Verletzung mir etwas sagen oder zeigen soll, mich auf etwas aufmerksamen machen soll, was mir bis jetzt verborgen war. Und so habe ich mich zur Meditation gelegt um in meinem eigenen Körper nach Antworten zu suchen.

Meditate

Ich musste ein bisschen wühlen und kramen, Schicht um Schicht zur Seite schieben, doch dann kam die Erkenntnis. Mit Hilfe dieser kleinen Verletzung sollte ich lernen ruhig zu bleiben, mich zu entspannen. Ich sollte meinen Körper nicht für das lieben, was er kann, sondern für sein „sein“. Irgendetwas in mir hatte sich genau das gewünscht und mich deshalb handlungsunfähig gemacht. Hand-Verletzungen haben immer etwas mit „Handlungen“ zu tun. Ich hatte den Ruf meiner Seele überhört, mal halblang zu machen, deshalb musste ich es auf die „harte“ Tour lernen. Als mir diese Erkenntnis kam, liefen mir ein, zwei Tränchen über die Wangen, weil ich so berührt davon war. Ich gebe zu, ich bin nah am Wasser gebaut, aber trotzdem war es ein schöner Moment.

Seit diesem Moment, hab ich die Sache gelassener gesehen, eher ein bisschen von außen beobachtet und wahrgenommen, was geschieht anstatt alles zu bewerten. In der Zwischenzeit habe ich ein Praktikum (ich studiere Sportpsychologie) gemacht und viel Zeit mit Freuden verbracht. Es waren unzählige Momente dabei, die ich als ewige Erinnerung in meinem Herzen verbucht habe. Ich habe Menschen kennen gelernt, die ich auf dem Volleyballfeld nie getroffen hätte und dafür bin ich unglaublich dankbar!!

Meditate_1

Someday everything will make perfect sense. So for now laugh at the confusion, smile through the tears and keep reminding yourself, that everything happens for a reason.” ~ Paolo Coehlo

Herzensgruß von Berit

Die Verbindung von Yoga und Ausdauersport

Ich freue mich sehr über diesen Gastartikel von Susanne, denn sie ist nicht nur eine treue und liebe Kundin, sondern uns verbindet vor allem die gemeinsame Liebe zu Ironman und Yoga und ich bin mehr als dankbar, dass sie hier ihre ganz persönlichen Erlebnisse aus dieser Verbindung teilt. Ich glaube jeder, der den Leistungsdruck aus Wettkämpfen und das damit verbundene Selbstwertgefühl kennt, wird sich hier ‚erkennen‘.

Hallo, ich bin Susanne, „Gurupriya“ ist mein spiritueller Name, und ich möchte meine persönlichen Erlebnisse und mein „Ergebnis“, welches ich aus einer Verbindung Yoga und Ausdauersport ableite, den „Gewinn“, gerne mit euch teilen.

Als Leistungs-/Ausdauersportlerin (22x Marathon, 63km Ultralauf, Triathlon mit Ironmanfinish in Roth, Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaft in Zofingen) kenne ich die „Vata-Dosha-Anteile“, die sich in Form von Leistungsdruck und in Kämpfen äußern können, nur zu gut.

Ich liebe Ausdauersport immer noch – jedoch haben sich Veränderungen ergeben …

Durch eine Fuß-OP und dem damit verbundenen Ende von Wettkämpfen, von dem Rennen gegen die Zeit, gegen mich und andere, entstand allmählich ein Umdenken, ein Verändern meiner „Bewegungsschwerpunkte“ – auch eine Art Seelenhygiene, denn die Erfolge (sprich: Pokale, Zeitungsartikel), über die ich mein Selbstwert bis dato definiert habe, blieben aus und somit tat sich erstmal ein tiefes Loch für mich auf. Wer war ich überhaupt: die Sammlung meiner Medaillen, das Lob von Vereinskollegen – oder jetzt doch ein Nichts?

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Dazu machte die Trennung von meinem Mann meine Depression komplett. Ich hatte mich sozusagen verheizt.

Dann kam Yoga in mein Leben – und ich habe es ihm nicht leichtgemacht, war immer noch in meinem „Flucht-Kampf-Mechanismus“, wollte etwas leisten, mich verausgaben, wollte Schmerzen, als Beweis, genug trainiert zu haben und Lob, um mich gut zu fühlen. Aber Yoga gab mich nicht auf – ich widerum gab Yoga viele Chancen – bis der „Samen der Liebe“ zu Yoga, ggf. sogar zu mir wuchs und gedieh. Ich habe Yoga (was ja bereits eine wörtliche Übersetzung der Verbindung an sich, mit Körper, Geist und Seele, eine Verbindung mit der Atmung – oder einer „höheren Instanz“ bedeutet) entdeckt – eine wunderbare, sich ergänzende, Verbindung zum Ausdauersport.

Durch Yoga bin ich allmählich aus meinem Loch herausgekrabbelt und habe festgestellt, daß sich Yoga und Ausdauersport wunderbar ergänzen. Die Dehnungen, Kräftigungsübungen für div. Körperregionen, die Geistesberuhigung durch Meditation und Pranayama (Erhöhung der Lungenkapazität) haben bedeutend positiven Einfluß – gerade auch auf den Ausdauersport.

Das erlernte korrekte Aligenment, dem Ausrichten der Gelenke im Ashtanga, kann man sehr gut im Ausdauersport einsetzen und sich bei den Herausforderungen des Alltags zunutze machen. Durch Yoga habe ich auch gelernt, mich immer mal wieder zurückzuziehen, zu reflektieren, mir kleine Oasen zu schaffen, loszulassen und dann ggf. verändert, die Verbindung zum Ausdauersport wieder aufzunehmen.

Ich lebe und unterrichte mittlerweile hauptberuflich diese Verbindung in meiner eigenen Yogaschule und gebe die Erfahrungen (z.B. Workshops mit Lauf-/Walkeinheiten und nachträglichem YinYoga zum Dehnen der verkürzten Muskulatur, oder dem korrekten Ausrichten der Gelenke im Ashtanga) an meine Schüler und Patienten weiter.

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Ich bin dafür sehr dankbar und glücklich darüber und pflege auch eine weitere Verbindung: die zu meiner Lehrerin und auch zu Indien, um mich weiterzuentwickeln und mein Potential zu vertiefen.

Ich denke oft an Buddha, der Phasen der Völlerei, jedoch auch Zeiten bestehend aus Tapas (der völligen Askese bis hin zum Ausgemergeltsein) praktiziert hat, um sich, das Glück, zu finden.

Vielleicht ist seine Philosophie dahingehend zu interpretieren, daß es außer der beiden Extreme Ausdauersport und Yoga, auch eine Verbindung geben kann: ein gesundes Miteinander, eine Ergänzung.

Eine gegenseitige Bereicherung, ein Wechselspiel der Gegensatzpaare sozusagen, denen wir achtsam begegnen und den „Nutzen“, die positiven Wirkungen, wahrnehmen und verschmelzen können.

Mich inspiriert bei meiner Praxis u.a. Bees Angebot, und auch da nehme ich eine Verbindung war: Style und Lässigkeit, die mir Freude bereitet.

Mein Anliegen in diesem Gastartikel ist es, daß wir achtsam mit uns umgehen, zwischendurch innehalten, spüren, wie es uns geht und entweder durch Bewegung im Ausdauerbereich – aber auch innehalten, Ruhe, Yoga.

Dann hat man wohl die perfekte Verbindung: mit sich, mit anderen, man ist verbunden und im Einklang mit Körper, Geist und Seele.

NAMASTE und lieben Dank für eure Aufmerksamkeit,

Susanne von Gurupriya Yogalife

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www.gurupriya-yogalife.de

 

Herausforderungen – When nothing is for sure, anything can happen…

Wie dieser Satz auf einen Athleten wirkt, sagt viel über seine Herangehensweise im Hinblick auf ungewisse Situationen aus.

Diejenigen, die die Herausforderung annehmen, werden bei wichtigen Wettkämpfen eher in der Lage sein, eine gute Leistung zu erzielen als diejenigen, die eher ‚ängstlich’ in eine ungewisse Situation gehen. Das Ganze sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit der Sportler aus, denn auch diejenigen, die eine ungewisse Situation eher mit Druck als mit Beflügelung angehen, sind durchaus in der Lage, bei Wettkämpfen mit gewohnteren Bedingungen eine sehr gute Leistung abzurufen.

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Zunächst könnte man zum Beispiel mit der Beantwortung folgender Frage beginnen:

Warum sehe ich eine ungewisse Situation nicht als Herausforderung an?

Sich für sich selbst damit auseinanderzusetzen, kann für den weiteren Weg bereits hilfreich sein. Finde ich alleine Lösungswege oder brauche ich unter Umständen Hilfe. Für mich war immer ein Mix aus Selbstreflektion und einem kritischen Gesprächspartner hilfreich, dessen Aufgabe es war, auf meine oberflächlichen Antworten nachzuhaken und somit  der Ursache ein bisschen näher zu kommen. Bezüglich der Selbstreflektion waren und sind Yoga sowie Meditation gute Möglichkeiten, um sich selber ‚auf die Schliche’ zu kommen und dadurch bereits einen gewissen Filter anzuwenden für die Bereiche, die man dann in einem Gespräch mit einer Vertrauensperson vertiefen kann.

Ich habe den zu Beginn aufgeführten Satz meinen Athleten gesagt und sie gebeten, eine spontane Rückmeldung abzugeben. Das Ergebnis war ziemlich ausgewogen, was mich ehrlicherweise ein bisschen überrascht hat. Wir sind ziemlich genau in der Mitte geteilt hinsichtlich der Gesamtzahl, aber auch was männlich-weiblich angeht.

Foto Nairobi

Ich denke, dass alle Athleten von dieser Ausgewogenheit profitieren und sich gegenseitig unterstützen können. Für mich als Trainer ist es auf jeden Fall sehr aufschluss- und hilfreich und ich werde versuchen, diese interessante Konstellation in der Zusammenstellung meines Trainings einfließen zu lassen.