Männeryoga, Flexibilität und Instagram.

Sieht man sich in Yogastudios um, muss man noch immer feststellen, dass Männer deutlich in der Unterzahl sind. Auch auf die Matten um mich herum verirren sich höchstens zwei bis drei andere Männer pro Yogastunde. Berichte ich, dass ich mich nach meiner Karriere als Leichtathlet dem Yoga zugewendet habe, werden mir nicht selten fragende Blicke zugeworfen. Doch was sind die Gründe dafür? Warum sollte Yoga nichts für Männer sein und warum werden Männer nicht von Yoga angezogen?

Zen

Ausschlaggebend dafür ist meines Erachtens die Positionierung von Yoga. So wurde es im Westen in der Vergangenheit und teilweise auch noch bis heute oftmals als Workout verkauft – als fernöstliches Stabilisationstraining. In Werbeanzeigen oder Fernsehspots wurden stets nur feenhafte, gelenkige Frauen dargestellt, die anmutig die komplexesten Posen einnehmen. Für Männer zwar einerseits nett anzusehen, andererseits bei der Vorstellung selbst ebendiese Posen einnehmen zu müssen, jedoch stark abschreckend. Ganz zu schweigen von der vorgeschriebenen Leggins-Pflicht. Dann doch lieber Eisen stemmen.

Zwar hat sich bis heute herumgesprochen, dass Yoga weit mehr ist als Asana Übungen und auch die Effekte über Stabilisations- und Flexibilitätstraining hinausgehen, dennoch halten sich einige Vorurteile hartnäckig. Nicht selten bekomme ich von Freunden zu hören: »Ich zum Yoga mitkommen? Nee, ich bin viel zu ungelenkig und am Ende muss ich auch noch ‚Om Shanti Shanti’ singen.« Die (sozialen) Medien sind hier sicherlich nicht ganz unschuldig. Schließlich finden Bilder von herumkrebsenden Normalos nur selten Verbreitung. Jedoch muss das Training des herumkrebsenden Normalos nicht weniger effektiv sein; für jede Pose gibt es eine Alternative mit ähnlicher Wirkung.

Wer sich einmal aufrafft und eine Yogastunde besucht, wird merken, dass nicht nur super bewegliche Menschen oder Esoteriker zum Yoga gehen, sondern vielmehr von Jung bis Alt, Beweglich bis Stocksteif (hierzu würde ich mich zählen) alles vertreten ist. Belächelt werden nicht die, die wenig grazil und unbeweglich sind oder gar Verletzungen und Einschränkungen mitbringen, sondern die, die sich gar nicht erst auf die Matte trauen.

Yoga

Deswegen, Männer, lasst euer Ego zuhause, nehmt euch so viele Blöcke, Gurte, Bolster und Decken wie ihr benötigt. Im Yoga geht es nicht primär um Flexibilität. Lasst euch von Instagram und Co. nichts vormachen. Das Ziel ist Stabilität. Stabilität des Körpers und des Geistes. Function over Form. Und am Ende des Tages könnt ihr euch sicher sein, dass im Studio auf einen Mann mindestens vier Frauen kommen. Aber nicht mehr lange. Ihr müsst euch beeilen.

Lowcarb Brot mit Saaten

Ich freue mich sehr, euch heute ein easy-peasy Lowcarb Brotrezept eines ‚fellow‘ Triathleten vorstellen zu können. Ich schätze ihn menschlich sehr, lass‘ mich gerne und immer wieder von seinem eisernen Willen und Disziplin auf den Social Media Kanälen inspirieren und muss schmunzeln über unsere gemeinsame Vorliebe zu Quark und Hüttenkäse. Daher ist dieses Brot ein Must-Have in meinem Rezepte-Buch und ich hoffe es wandert auch in eures.

Wer sich auch von Nico mitreissen lassen möchte, findet mehr von ihm auf Facebook unter Nico Rinkens Triathlet.

Den Backofen auf 150 Grad Umluft Hitze erhitzen.

Zutaten (1 kleine Kastenform)

* 100gr Leinsamen

* 200gr Mandelmehl

* 2 Esslöffel Flohsamen

* 250gr Quark

* 3 Eier

* 1 Päckchen Backpulver

* 1 Teelöffel Salz

* eine Hand voll Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne

* Chia-Samen zum Bestreuen

Für ein großes Brot (ca.1,5kg – Foto) Mengen verdoppeln.

Foto: Nico Rinkens

Foto: Nico Rinkens

 

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Quark und Eier zugeben und alles gut zu einem glatten Teig kneten.

Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Mit Chia-Samen bestreuen und etwas fest drücken. Das Brot in den vorgeheizten Backofen ca. 50 min backen. Wenn man sich unsicher ist, einfach mit einem Zahnstocher die Teig Probe machen. Bleibt noch viel Teig am Zahnstocher haften, wenn man ihn in das Brot steckt, dann braucht das Brot noch etwas. Herausnehmen und kurz ruhen lassen. Aus der Form lösen und auskühlen lassen.

Das Brot lässt sich  auch super einfrieren. Im Sommer einfach einen Esslöffel getrocknete italienische Kräuter dazu und perfekt für Mozzarella, Tomaten, Feta oder Frischkäse.

Anstelle der Flohsamen kann man auch 2 Esslöffel Dinkelmehl nehmen.

Für ein großes Brot (ca.1,5kg) Mengen verdoppeln.

Guten Appetit!

Eine Reflektion über Yoga & die Natur, unser beste Lehrer

Alles was wir brauchen um gesund zu leben, ist ein Blick in die Natur. Die Natur findet immer einen Weg zurück zur Balance. Als Menschen leben wir oft in der Illusion, getrennt von der Natur zu sein.

Yoga ist ein Weg der Erinnerung, dass wir selbst Natur sind. Durch die tiefe Verbindung, die wir zu unserem Körper aufbauen und dem Atem, der uns lebendig hält, können wir uns mit den grundlegenden Rhythmen des Lebens selbst zurück verbinden. Wir erfahren das Pulsieren unseres Atems, die Expansion und die Kontraktion, die auch überall in der Natur zu finden sind: von der Zellerneuerung über die Jahreszeiten oder auch beim Entstehen und Vergehen von ganzen Galaxien.

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Die Natur lehrt uns alles, was wir wissen müssen um zu leben. Dafür verlangt sie keine Gegenleistung von uns. Die indigenen Kulturen erkennen die Großzügigkeit von Mutter Erde an in dem sie in ihrem Leben regelmäßig mit Hilfe verschiedener Rituale Dankbarkeit für all die Geschenke ausdrücken, die wir von der Natur bekommen: die Sonne, den Himmel, das Wasser, die Erde und andere Lebewesen, die in dieser Existenz leben. Alles ist Natur – und es liegt in unserer eigenen menschlichen Natur, in Harmonie damit zu leben. Wenn wir uns daran erinnern, dass wir selbst Natur sind, stellt sich ganz von allein ein Prozess ein, der unseren Lebensstil entscheidend beeinflusst: wir achten bewusst darauf was wir essen, was wir kaufen, was wir mit unserem Müll machen und was wir mit unserer wertvollen Lebensenergie selbst machen.

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Anders als menschliche Lehrer hat die Natur keine Agenda, außer sich sich selbst immer wieder zu erneuern. Wenn wir uns dieser Wahrheit hingeben, kann das ein großes Geschenk für uns sein. Für mich sind Zeiten in der Natur, sei es im hiesigen Wald oder im tropischen Urwald, am Meer oder in der Wüste, unglaublich bereichernd. Sie erinnern mich an die zeitlose Weisheit und Intelligenz des Lebens und der Natur. Die Natur um uns herum kann uns lehren, wie wir uns mit unserer eigenen Natur verbinden. Genauso ist auch Yoga ein Weg, mit dem Lehrer in uns selbst verbunden zu sein.

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Das Leben präsentiert uns ständig Lernlektionen, wenn wir offen dafür sind und diese als solche erkennen. Eine regelmäßige, tägliche Yogapraxis kann uns dabei helfen, offen für diese Lernschritte zu bleiben. Aber sie erfordert auch eine gute Portion an Selbst-Reflexion, wofür wir einen ehrlichen Spiegel brauchen. Glücklicherweise haben wir diese immer um uns herum: unsere Freunde, Familie, Lieben, Kollegen, Kinder und Tiere können uns als Spiegel dienen, selbst wenn sie sich darüber gar nicht bewusst sind. Wir können uns selbst klarer sehen, in dem wir beobachten, wie unsere Worte und Taten alle Wesen und auch die Natur um uns herum beeinflussen. Wenn wir ehrlich und mutig genug sind.

Mögen wir immer unsere Verbindung mit der Natur aufrechterhalten. Mögen wir die Natur achten, respektieren und im Einklang mit ihr Leben.

Namasté.

Ich erhalte, was ICH bin

Der aus Mythen bekannte ägyptische Weise Hermes Trismegistos, genannt auch Meister aller Meister, war Inaugurator und Lehrer der ägyptischen Kultur. Er galt als einer der wichtigsten Quellen für philosophische und spirituelle Literatur. Er ist Verfasser der bekannten 7 hermetischen Gesetze. Eines dieser Prinzipien lautet „Innen wie Außen“.

Das Äußere ist ein Spiegel unseres Inneren. Menschen, Tiere, Erlebnisse – die äußeren Verhältnisse spiegeln sich in dir und umgekehrt. Dualität ist ein wunderbares Werkzeug, um dich selbst zu erkennen. So kannst du auf die Suche nach dir selbst gehen und entdecken, wer du wirklich bist.

Je mehr dir bewusst wird, was du brauchst, was du fühlst, was dir fehlt und welche Bedürfnisse du hast, desto mehr wirst du deine inneren Programme und festgefahrenen Überzeugungen verändern können.

Je mehr du deine Denkmuster und Überzeugungen veränderst, desto mehr wirst du vom Opfer zum Schöpfer. Du erhälst das, was DU bist!

Die folgende Meditation möchte ich gerne mit dir teilen, denn sie lässt dich diese Verbindung zwischen dem Inneren und Äußeren deutlich spüren.

Ich praktiziere diese schöne Übung sehr oft im Alltag. Viel Freude dabei,

Deine Tanja

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Verbunden im Sein

Nimm‘ dir immer wieder Zeit, alleine spazieren zu gehen, um mit dir und der Natur ganz verbunden zu sein.Nimm‘ Kontakt mit deiner Umgebung auf während du gehst.

Sei ganz aufmerksam und beobachte, was dich anzieht.
Vielleicht zieht dich ein ganz bestimmter Baum an. Gehe zu ihm und betrachte ihn.

Was fasziniert dich an ihm? Seine Kraft? Seine Wurzeln? Sein dicker Stamm?

Verweile und meditiere dort einen Augenblick, fühl‘ dich ganz verbunden mit diesem Baum.
Gehe dann weiter und nimm‘ das nächste Objekt wahr, das dich anzieht. Frage dich:

„Wieso hat es mich angezogen? Was hat es in mir ausgelöst? Welches Gefühl hat sich gezeigt?“
Verweile immer einen Augenblick in Stille und Ruhe vor dem ausgewählten Objekt und bemerke deinen Zustand, wenn du dich mit dem Objekt verbindest.

Yay, hier kommt die neue Kinderyoga-Kolumne!

Liebe Leserin,

das ist mein erster offizieller Post als BeeAthletica-Botschafterin und ich bin ganz schön aufgeregt! In meinen Artikeln wird es um alles gehen, was mit dem Thema Kinderyoga zu tun hat – eine Herzensangelegenheit für mich.

Als zweifache Mama von einem kleinen Sohn (3) und einer noch kleineren Tochter (1) gehört Yoga zu unserem Alltag und ich werde Dir hier berichten, wie meine Zwerge Yoga in unserem Zuhause in Hamburg oder auf Reisen erleben.

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Als Yogalehrerin habe ich mich bisher auf das Unterrichten von werdenden und frischgebackenen Mamas spezialisiert. Nach der Geburt meines Sohns fühlte es sich für mich logisch und konsequent an, meine Ausbildung zur Lehrerin für Power Yoga durch eine Weiterbildung zur Lehrerin für Prä- und Postnatal Yoga bei Patricia Thielemann von Spirit Yoga in Berlin abzurunden. Ein Schritt, den ich nie bereut habe. Frauen während der größten Transformation ihres Lebens zu begleiten empfinde ich als sehr erfüllend.

Genauso stringent ist es jetzt auch für mich, im Februar meine Weiterbildung zur Kinderyoga-Lehrerin bei Thomas Bannenberg von der Kinderyoga-Akademie zu beginnen. Ich kann es kaum erwarten, mehr über die Hintergründe und die Didaktik zu erfahren!

Meine Erkenntnisse werde ich hier mit Dir teilen. WIR werden auf Bees fabelhaftem Blog also gemeinsam wachsen. Du verstehst jetzt bestimmt besser, warum ich unser Projekt als so aufregend empfinde!

Zum Abschied möchte ich Dir ein SOS-Mantra für kleine Yogis in Krisensituationen aller Art mitgeben. Es handelt sich um Sa Ta Na Ma und ich habe diese ausgleichende Übung im Mama-Meditationskurs von Maite Woköck gelernt:

SA steht für Geburt

TA für Leben

NA für Tod, Transformation

MA für Wiedergeburt

SATANAMA

Versuch doch mal mit Deinem kleinen Co-Yogi folgendes: Auf jede Silbe führt ihr den Daumen einer Hand zu einer Fingerkuppe der selben Hand. Das geht dann so:

SA – Daumen und Zeigefinger berühren sich.

TA – Daumen und Mittelfinger berühren sich.

NA – Daumen und Ringfinger berühren sich.

MA – Daumen und kleiner Finger berühren sich.

Eine Konzentrationsübung, die Euch in Balance bringt und ganz schnell ins Hier und Jetzt holt. Wirkungsvoll ist es auch, das Mantra zu flüstern.

Sa Ta Na Ma findest Du zum Beispiel auf der CD ‚Feeling Good Today‘ von Snatam Kaur. Wir hören sie bei uns zuhause sehr viel und gerade an langen Winterabenden knipsen die Lieder und Mantren aus dem Kundalini-Yoga bei uns sofort die Sonne an!

So, das war es für unser erstes Date in Sachen Kinderyoga. Oh, wie ich mich auf unsere gemeinsame Zeit hier freue!

Schreib gerne eine Mail mit Anregungen und Feedback an kathrin@momazing.de oder besuch mich auf meinem Blog MOMazing.

Mamasté,

Deine Kathrin

P.S. Wenn Du Lust hast, dann pack Dein Buddha-Baby ein und komm im April mit meiner Kollegin Ayse und mir zum Happy Mami & Baby Retreat nach St. Peter Ording! Im Mai geht es mit Diana und mir für ein verlängertes Wochenende nach Föhr, Kleinkinder sind bei dieser Insel-Auszeit auch herzlich willkommen!

https://www.momazing.de/mom-me/yoga-mit-mir/

Mein Lieblings-Rezept für Mandelbutter-Eiskonfekt mit Kokosöl

Die Jahreszeiten sind der beste Spiegel für Wandlung, Wechsel und Ausdauer. Wie in einer gut strukturierten Vinyasa-Flow-Stunde wird die Sequenz so aufgebaut, dass man sich allmählich auf die Peak Poses vorbereitet. Nach dem stressigen Dezember, geht es nun in den tiefen Winter und dann wieder in Richtung Wechsel. Der Körper muss die Kerntemperatur aufrecht erhalten, wir helfen ihm mit wärmerer Kleidung und auch die Ernährung wird auf diese Situation abgestimmt: Über scharfe Suppen, deftige Eintöpfe, Tees und heissen Punsch helfen wir so das System am Laufen zu erhalten.

Eines meiner Lieblingsrezepte für Naschkram, den man ganzjährig zubereiten kann, basiert auf Kokosöl, eines der wenigen Nahrungsmittel, das wirklich als Superfood bezeichnet werden kann. Seiner einzigartigen Kombination aus Fettsäuren wird sogar nachgesagt, dass es den nächsten Schnupfen kurieren kann, auf Grund seiner Fähigkeit böse Pathogene wie Bakterien, Viren und Pilze zu zerstören. Kokosnussöl kann sogar dabei helfen Fett zu verringern, weil es den Appetit reduziert, es hilft die Hirnfunktion anzuregen und wegen seiner mittelkettigen Fettsäuren kann es sogar therapeutische Effekte für Epilepsie oder Alzheimer-Patienten haben.

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Mandelbutter Eiskonfekt

Die Umstellung meiner Ernährung von unbewusst zu bewusst war nicht leicht. Der Heisshunger und die alten Gewohnheiten brachen ab und zu wieder durch. Heute schmecken mir gewisse Lebensmittel, die z.B. zu süss sind, einfach nicht mehr. Ein Prozess, der gedauert hat, aber der ganz von alleine kam. Hast Du jemals Erdnussbutter-Cups probiert? Wenn ja, dann kannst Du Dich bestimmt an den cremigen Geschmack erinnern, wenn die Schokolade im Mund langsam schmilzt und im inneren die Erdnussfüllung zum Vorschein kam… Als ich das folgende Rezept zum ersten mal probiert habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass ein Dessert so lecker und so gesund zugleich sein könnte. Da meine Kinder auch im Winter gerne Eis essen, fragen sie sogar ab und zu nach diesem Rezept. Ich habe es in dem Buch ,Practical Paleo‘ von Diane Sanfilippo entdeckt und es ist nicht nur Paleo sondern in diesem Fall sogar vegan. Hier wird nichts gebacken und die Zubereitungszeit liegt bei ca. 40 Minuten.

Für 12 helle Förmchen

  • 3 EL Kokosnuss Öl, geschmolzen

  • 3 EL Kokosnuss Butter oder Mus, erwärmt

  • 1 TL Ahornsirup

  • 1/4 TL Vanille Extrakt

  • 1/2 Vanilleschote

  • 1 EL Kokosraspeln

Für die Füllung

  • 3 EL Mandelbutter (oder eine Nussbutter deiner Wahl)

  • 1 EL Kokos-Öl

  • 1 TL Ahornsirup

  • eine Prise Meersalz

Vorbereitung

In einer mittelgrossen Schale, mische alle Teile für die hellen Förmchen.

Lege 12 beschichtete Förmchen in die Mini Muffin Formen und fülle die Förmchen zu 1/8, ungefähr 1 TL, mit der hellen Mischung.

Lege das Ganze kurz in den Kühlschrank oder die Tiefkühltruhe, dann geht‘s schneller.

Während diese erste Schicht unseres Eiskonfekts fest wird, können wir die Mandelmusfüllung vorbereiten. Mische dafür alle Teile für die Füllung in einer weiteren kleinen Schale. Diese gibst Du in eine kleine Plastiktüte. Schneide eine kleine Ecke der Tüte mit einer Schere ab.

Hole die Muffinform aus dem Kühlschrank und drücke nun vorsichtig ungefähr 1/2 TL von der Nussmus-Masse in die Mitte der gefüllten Förmchen, so dass am Rand noch etwas vom weissen Boden sichtbar ist.

Sobald alle 12 Förmchen einen Nusskern haben, werden die Förmchen mit der restlichen hellen Masse aufgefüllt, bis der Kern nicht mehr zu sehen ist.

Jetzt kommt das Ganze wieder kurz in den Kühlschrank, bis das Eiskonfekt so fest geworden ist, dass es erst im Mund wieder schmelzen darf. Mir schmecken sie im Winter am besten bei Raumtemperatur, wenn sie nicht zu fest sind.

Optional kann man aus der hellen Variante mit etwas Kakao auch dunkles Eiskonfekt machen.

Lasst es euch schmecken.

Nama‘cray

Jelena

Veganes Bananenbrot by Berit Kauffeldt

Bananen sind eines meiner Grundnahrungsmittel – und damit spreche ich wohl vielen Sportlern aus der Seele, vor allem wenn sie vegan leben. Trotzdem kommt es vor, dass ein paar zu viele davon in meinem Einkaufswagen landen. Im Obstkorb werden sie erst dunkelgelb, dann bekommen sie braune Flecken und irgendwann sind sie fast schwarz.

Berit

Meinem Freund stellen sich spätestens jetzt die Nackenhaare auf, doch mir zaubert dieser Anblick und der Bananenduft ein Lächeln auf’s Gesicht. Denn ich weiß, was für leckere Kekse, Smoothies, Desserts und Kuchen man aus den – zugegebenermaßen- unschönen Früchten herstellen kann.

Eins davon möchte ich dir vorstellen. Ich habe es bereits unzählige Male gebacken und es ist noch nie misslungen, das macht doch Mut, oder? Außerdem wird es meinem Sportler-Genießer-Ernährungsstandard gerecht, was bedeutet, dass es vegan, gluten – und zuckerfrei und lecker ist. Genuss ohne Reue, wenn du so willst.

So viele Vorteile machen gespannt auf die Zutatenliste, stimmt’s? Hier ist sie:

4 reife Bananen
100 g Polenta
100 g Hirse
100 g Buchweizen
100 ml Pflanzenmilch
1 großer EL Kokosöl
1 Tütchen Backpulver
1 TL Zimt
1/2 Vanilleschote
1 Prise Salz

Optional: Walnüsse, Mandeln oder rohe Kakaonibs

Als Variante, falls du keinen Thermomix hast und dein Mehl nicht selber herstellen kannst: anstatt der Polenta, der Hirse und dem Buchweizen, nimmst du einfach 150 g Maismehl und 150g Buchweizenmehl und startest mit der Zubereitung bei Schritt 2. Letztendlich ist es nur wichtig, dass du 300g Mehl verwendest. Ich habe die verschiedensten Varianten probiert und es war immer anders, aber immer gut.

Zubereitung:
Polenta, Buchweizen und Hirse zu einem feinen Mehl verarbeiten
Das Mehl und die restlichen Zutaten in einem Standmixer zu einem glatten Teig verarbeiten.
Wenn gewünscht Nüsse oder die rohen Kakaonips unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.
60 min bei 180 Grad backen bis es oben goldig braun ist und aufreißt.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und genießen.

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Das Brot schmeckt am besten noch etwas warm oder zumindest am selben Tag. Das ist auch eine super Ausrede, es gleich, wenn es aus dem Ofen kommt zu verkosten. Es sollte nach dem Abkühlen luftdicht aufbewahrt werden, da es sonst relativ schnell austrocknet. Ich esse das Brot zum Frühstück oder zum Snack vor dem Training – das liefert Energie, die lange vorhält!

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Übrigens enthalten reife Bananen viel Kalium und Magnesium, das wichtig ist für die Muskelarbeit. Sie enthalten Antioxidatien, die die freien Radikale einfangen, sie sollen vor Krebs schützen, gut für die Haut sein und bei Schlafstörungen Abhilfe schaffen.
Da lohnt sich das Ausprobieren doch!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Backen und Naschen.
Deine Berit

P.S: Berit wird unsere Bee-Family in 2017 als Botschafterin bereichern… sie ist Volleyball-Nationalspielerin, liebt Yoga und vegane Küche. Wir werden sie in der nächsten Woche ausführlicher vorstellen :), aber das tolle Rezept wollten wir euch für den gesunden Start ins Jahr schonmal ‚mitgeben‘.

Kardamom Tee für innere Reinigung

Nicht nur Yogis wissen: Im Ayurveda wird Entgiftung groß geschrieben. Aber es muss nicht immer die Panchakarma Kur sein, auch kleine, regelmäßige Handlungen im Alltag bringen sehr viel. Und schmecken dabei sogar noch gut. So wie dieser entgiftende Tee, welcher die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha harmonisiert und den Körper von Innen reinigt.

In der ayurvedischen Lehre wird es empfohlen diesen Tee drei Mal (je nach Körpergröße á 200-300ml) am Tag zu trinken und ihn dafür auf folgende Weise anzurichten:

3 bis 4 zerstoßene Kardamomsamen für ca. 3 Minuten in 1l Wasser kochen lassen. Die erste Dosis wird nüchtern am Morgen eine halbe Stunde vor dem Frühstück getrunken, die zweite eine halbe Stunde bis Stunde vor dem Abendessen und die dritte kurz vor dem Schlafengehen. Der Tee kann auch kalt getrunken werden.

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Persönlich gieße ich auch gerne einfach mal zwischendurch ein paar leicht zerdrückte Kardamom Kapseln mit heißem Teewasser auf und lasse das Ganze kurz in meiner Tasse ziehen, bevor ich es trinke. Ich mag den Geschmack und das gute Gefühl, welches der Tee in meinem Bauch verbreitet. Fühlt sich in der Tat harmonisierend an.

Probiert es mal aus!

Alles Liebe,
Vera

 

Chinesischer rote Bohnen Tee ‚HONG DOU CHA‘

Zum fortgeschrittenen Jahresbeginn gibt es nun auch noch ein paar Zeilen aus Peking. Ich hoffe Ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr.

Schon seit Beginn meines Aufenthaltes stoße ich immer wieder auf alltägliche Rituale, die tief in der traditionellen chinesischen Medizin (kurz TCM) verwurzelt sind.

So gibt es im Yogastudio in den Wintermonaten „ Rote Bohnen Suppe/ Tee“ nach den Klassen als isotonisches Getränk.

Rote_Bohnen_Tee

Und ich muss sagen, er schmeckt nicht nur total lecker, sondern bringt auch viele wertvolle Eigenschaften mit sich: Zu den Vorzügen der roten Bohne gehört eine stattliche Menge pflanzliches Eiweiß sowie zahlreiche Ballaststoffe. Außerdem gilt sie als fettarm und ist mit einem hohen Anteil an Magnesium versehen.

Interessant finde ich auch, dass die Form der Frucht in den meisten Fällen dem dazugehörenden Organ entspricht. So gehört die rote Bohne zum Funktionskreis Niere/ Milz/ Leber und der uns geläufige Begriff der Kidney Bohne bekommt noch viel mehr Sinn.

Zutaten

Zubereitung

Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag ableeren und mit circa 2l Wasser auf mittlerer Hitze für 30 Minuten einkochen.

Je nach gewünschter Stärke kann der Tee zusätzlich verdünnt werden. Nach belieben süßen.

Tipp: Im gut sortierten Asia- Handel findet sich auch roter Zucker (hong tang) als passendes Süßungsmittel. Bei uns besser bekannt als dunkelbrauner Zucker (sehr klebrig/ feucht). Gemacht wird er aus Zuckerrohr. Er unterscheidet sich von gewöhnlichem Zucker dadurch, dass er das QI anregt und Blut regeneriert.

Bei Menstruationsbeschwerden sehr hilfreich in Verbindung mit etwas Ingwer und warmem Wasser.

Schwerelos

Im September hatte ich das Glück im Rahmen einer Studie der Sporthochschule Köln als Probandin bei einem Parabelflug in Bordeaux, Frankreich, dabei sein zu dürfen. Ich erinnere mich an den Physikunterricht in der Schule, als unsere Lehrerin von der Schwerelosigkeit bei Parabelflügen erzählte. Ich durfte es nun endlich selbst erleben! Bisher dachte ich immer, dass das Springreiten oder das Hüpfen auf einem bellicon dem Gefühl des Fliegens am nächsten kommt. Das Erlebnis im Flugzeug war jedoch eine vollkommen andere Erfahrung.

Der Parabelflug wurde am Tag zuvor vorbereitet. Es wurden blaue Unisex-Anzüge verteilt, die Probanden wurden eingewiesen und Verhaltensregeln für den Flugablauf wurden uns erklärt. Diverse Wissenschaftler und ihre Forschungen wurden vorgestellt und auch die Piloten, die Crew und Mediziner gaben uns die letzten Anweisungen vor dem großen Tag. Zudem haben wir bereits erste Tests für die Studie durchgeführt und uns wurden unsere Aufgaben während der Schwerelosigkeit genannt. Wenn ich gewusst hätte, was mich am nächsten Tag erwartet, wäre ich wohl nicht so ruhig sitzen geblieben und auch der Schlaf in der Nacht davor, wäre deutlich kürzer ausgefallen.

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Früh am nächsten Morgen ging es los. Vor Ort gab es eine kleine Dosis Skopolamin, ein Wirkstoff, der die Flugübelkeit vermindern soll und schon durften wir in den Flieger steigen.

Der Anfang verlief wie bei einem gewohnten Flug ab. Alle setzten sich auf einen Sitzplatz, die im hinterem Teil des Flugzeugs montiert waren. Die Einweisung war amüsant, denn statt eines Stewards oder einer Stewardess, begab sich ein junger, gut durchtrainierter Mann im auffällig orangenem Anzug nach vorne. Ich habe, anders als bei gewohnten Flügen, aufmerksam den Sicherheitsanweisungen zugehört. Die Anschnallzeichen wurden kurze Zeit, nachdem das Flugzeug abgehoben ist freigegeben, damit die Wissenschaftler noch letzte Vorbereitungen für den Flug vornehmen konnten.

Auf einmal ging alles ganz schnell. Das anfänglich schummrige Gefühl und verzerrte Bild von der Injektion ließ nach und die 0. Parabel, eine Parabel zum Angewöhnen an die Schwerelosigkeit, wurde geflogen.

Ich lag auf dem Rücken und hielt mich an einem Sicherungsnetz fest. Die Kommandos gingen los: Pull up – nun durften wir uns nicht mehr bewegen, denn doppelte Gravitation herrschte. Das war deutlich zu spüren. Ich wurde auf den Boden gepresst und ein unangenehmer Druck auf den Oberkörper erschwerte das atmen. Ich musste sofort an den medizinischen Check zu Hause denken, den ich bis dahin für unnötig gehalten hatte. Die Gradzahlen wurden durchgegeben „20-30-40-Injection“. Auf einmal wurde es ganz still im Flugzeug. Es ging los- das Bild drehte sich und ich wusste nicht mehr wo oben und wo unten ist. Der Druck, der vorher auf dem Körper lag, war verschwunden und ich schwebte. Jedoch auf dem Kopf! Was ist da nur los? Es gab jedoch keine Zeit; lange darüber nachzudenken, denn schon kam die Anweisung des Piloten: „30-20-Pull out“. Ich zog mich schnell nach unten, oder dahin, wo ich vor der Parabel für unten gehalten habe. Denn es war wichtig, den Anweisungen des Arztes zu folgen und sich nicht zu bewegen. Es herrschte wieder doppelte Schwerkraft und jede kleine Bewegung kann für Übelkeit und Erbrechen sorgen. Was war passiert? Warum drehte sich alles auf den Kopf?

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Noch 30 weitere Parabeln folgten. Bis auf ein paar Freiparabeln in der Free-Floating Area, hatte ich Aufgaben als Probandin zu erledigen, die am Tag zuvor noch sehr einfach erschien. Nach etwa 20 Parabeln hat mein Gehirn es verstanden: ich falle nicht, ich schwebe(!) leicht und locker, wie ein Luftballon durch die Gegend. Es drehte sich nicht mehr alles auf den Kopf.

Was mich erstaunte: alle Gesetze der Bewegung hatten keine Bedeutung mehr. Ich beherrsche so viele Sportarten auf hohem Niveau, glaubte meinen Körper zu kennen. Doch in Schwerelosigkeit war ich vollkommen überfordert, hatte nur wenig Einfluss auf meine Bewegungen und war sehr unbeholfen unterwegs: Alle mir bekannten motorischen Fähigkeiten und Gesetze wurden außer Kraft gesetzt. Atemtechniken und Konzentration halfen mir dennoch. In doppelter Gravitation und vermieden bei mir jegliches Unwohlsein.

Das Gefühl von Leichtigkeit, wie ich es beim Flug erleben durfte, kannte ich bis zu diesem Moment nur aus Träumen, in denen man schwebt. Das neu erworbene Gefühl sollte mich noch einige Wochen im Schlaf begleiten.

Ich bin sehr dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben und noch Monate später zaubert mir die Erinnerung an den Schwebezustand ein Lächeln ins Gesicht.

Wer gerne mehr Impressionen und Erklärungen des ZERO-G Fluges und der Kampagne in September sehen will, kann gerne unter dem folgenden Link alles in einem kurzen Video anschauen (ab 14:30 min sind die beschriebenen Momente der Schwerelosigkeit zu sehen).